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Wimbledon-Jubel unterbrochen: Harry Kanes Tor sorgt für Aufsehen

„WTF?“ Harry Kanes Tor crasht Wimbledon - WELT

Ein entscheidendes Tor von Harry Kane für England gegen die Demokratische Republik Kongo hat während eines Matches auf dem Center Court von Wimbledon für unerwarteten Jubel gesorgt. Die russische Tennisspielerin Mirra Andrejewa erlebte diese ungewöhnliche Unterbrechung während ihrer Zweitrundenpartie gegen Barbora Krejcikova.

Andrejewa, die als gereift galt und vor fünf Wochen die French Open gewonnen hatte, führte im ersten Satz mit 6:4, verlor den zweiten jedoch mit 5:7. Als sie einen Rückhandball ins Aus schlug, brach plötzlich lauter Jubel auf den Rängen aus. Dies führte zu Verwirrung bei der 19-Jährigen, die den Grund für die Feierlichkeiten nicht verstand.

König Fußball crasht Wimbledon

Ein Zuschauer klärte die Situation auf, indem er laut „Harry Kane“ rief, was erneut Jubel hervorrief. Viele der Anwesenden verfolgten das Fußballspiel auf ihren Smartphones. Kane hatte gerade das Siegtor für England erzielt, was die übliche Etikette des Tennis-Events in den Hintergrund treten ließ.

Die Begeisterung über Kanes Tor hatte direkte Auswirkungen auf Andrejewas Spiel. Ihr Armband riss mitten im Ballwechsel, und die Perlen verteilten sich auf dem Rasen. Ihr Antrag auf Wiederholung des Punktes wurde abgelehnt. Andrejewa verlor schließlich auch den dritten Satz mit 4:6, was das Ende ihres Wimbledon-Traums bedeutete.

Das entscheidende Spiel der WM 2026, in dem England auf die Demokratische Republik Kongo traf, war von Beginn an spannend. Schon in der sechsten Minute intonierten die englischen Fans in Atlanta ihren Wunsch, nicht nach Hause fahren zu müssen. Währenddessen ging die Demokratische Republik Kongo in Führung.

Die Demokratische Republik Kongo war im Sechzehntelfinale der WM 2026 nah an einer Überraschung. Harry Kane bewahrte England jedoch vor einem frühen Ausscheiden. Beim 2:1 (0:1)-Sieg zeigte er seine außergewöhnlichen Fähigkeiten vor dem Tor.

Der Stürmer des FC Bayern München erzielte zunächst in der 75. Minute per Kopf den Ausgleich. Mit seiner Schusstechnik sorgte er dann in der 86. Minute für das entscheidende Tor, das England jubeln ließ. Kane selbst äußerte sich nach dem Spiel begeistert: „Das fühlt sich wahnsinnig gut an, es war ein verrücktes Spiel. Wir haben vorher darüber gesprochen, dass jeder Heldenmomente haben kann – und heute war mein Tag.“

Auch Trainer Thomas Tuchel zeigte sich beeindruckt von der Mentalität seines Teams. Er beschrieb das Spiel als „sehr stressig“, betonte aber den Glauben der Mannschaft an den Sieg. Tuchel lobte das Mindset, niemals die Geduld und den Glauben zu verlieren, egal was passiert.

Englands Weg ins Achtelfinale

Die Auftritte der englischen Nationalmannschaft in der Gruppenphase waren zuvor uneinheitlich gewesen, mit einem 4:2-Sieg gegen Kroatien, einem 0:0 gegen Ghana und einem 2:0-Sieg gegen Panama. Trotzdem wurde die DR Kongo vor dem Sechzehntelfinale nicht als große Hürde eingeschätzt, was sich jedoch als Fehleinschätzung erwies.

Bereits in der siebten Minute schockte Brian Cipenga die Favoriten mit einem Schuss ins kurze Eck, der Jordan Pickford überraschte und zum 1:0 für den Außenseiter führte. England hatte Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden, und hatte erst in der 28. Minute eine erste Chance durch einen Freistoß von Declan Rice.

Kurz darauf traf Rice mit einer präzisen Flanke den Kopf von Jude Bellingham, dessen Versuch jedoch von Torwart Lionel Mbasi-Nzau pariert wurde. Der kongolesische Torhüter zeigte im weiteren Verlauf des Spiels mehrere starke Paraden. Nach einem Solo von Noni Madueke verhinderte Aaron Wan-Bissaka einen Ausgleich von Marcus Rashford auf der Linie in der 35. Minute.

Die Demokratische Republik Kongo hatte in der 42. Minute sogar die Chance, die Führung auszubauen, als Yoane Wissa nach einer Flanke den Pfosten traf. Kurz vor der Halbzeit gab es eine strittige Szene, als Kane nach einem Pass zu Fall kam, aber keinen Elfmeter erhielt. Die Zeitlupe deutete darauf hin, dass der Kontakt erst nach einem kleinen Hochspringen von Kane erfolgte.

Mbasi-Nzau parierte auch einen weiteren Kopfball von Bellingham in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit und einen Volley von Kane kurz darauf. Nach der Pause traf Rashford freistehend nur das Außennetz, und Mbasi-Nzau lenkte eine abgefälschte Hereingabe von Bellingham aus dem kurzen Eck.

Die erlösende Wende für England kam in der 75. Minute, als eine Flanke von Rice zu lang geriet, Anthony Gordon den Ball in die Mitte brachte und Kane zum 1:1 traf. Bellingham hatte die Chance zur Führung, scheiterte jedoch. Doch Gordon setzte nach und spielte den Ball erneut zu Kane, der in der 86. Minute mit dem Rücken zum Tor den Ball annahm, ihn auf seinen rechten Fuß legte und mit Präzision zum 2:1 ins kurze Eck beförderte.

Dieses Tor sicherte England den Einzug ins Achtelfinale der WM 2026.

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Source: welt.de

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