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Nationalmannschaft wehrt sich gegen rassistische Kommentare nach WM-Aus

WM-Aus: Nationalmannschaft wehrt sich gegen rassistische Kommentare

Nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft gegen Paraguay haben Spieler und Trainer Julian Nagelsmann das Mannschaftsquartier verlassen. Das Team äußerte sich über den Instagram-Account des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu den Ereignissen und der Kritik.

In einer offiziellen Stellungnahme bedankte sich die Mannschaft bei den Fans für ihre Unterstützung und erkannte die berechtigte Kritik an den gezeigten Leistungen an. Die WM fand in diesem Jahr weit entfernt statt, doch die Fans waren laut und bereit für mehr, so das Statement. Die Mannschaft räumte ein, die eigenen Ziele auf dem Platz nicht erreicht zu haben und zu Recht zu früh aus dem Turnier ausgeschieden zu sein.

Reaktion auf Kritik und Rassismus

Nach der Niederlage kam es im Internet zu zahlreichen Anfeindungen gegen die Nationalmannschaft. Viele dieser Kommentare waren rassistischer Natur oder unter der Gürtellinie. Das Team wehrte sich entschieden gegen diese Art von Hass und Diskriminierung.

Der Kritik an unseren Leistungen stellen wir uns. Sie ist berechtigt und gehört zum Sport. Hass aber gehört nicht dazu. Rassismus und andere Diskriminierungen akzeptieren wir nicht“, hieß es in der Erklärung. Der Fußball stehe für Gemeinschaft und Zusammenhalt, nicht für Spaltung. Die Mannschaft bedankte sich erneut bei allen Unterstützern und versprach, es wieder besser zu machen.

Der Weltmeister von 2014 und MagentaTV-Experte Mats Hummels äußerte sich ebenfalls zum WM-Aus. Er hatte bereits zuvor klare Konsequenzen gefordert, auch auf Spielerseite. Hummels präzisierte seine Aussagen und nahm Kapitän Joshua Kimmich in Schutz.

Kimmich (31) wurde von einigen als einer der Spieler angesehen, die für den Misserfolg bei Turnieren stehen. Hummels stellte jedoch klar, dass Kimmich nicht gemeint war, als er über Spieler sprach, die ihre Chancen bei mehreren Turnieren verpasst hatten. „Er ist für mich ein Spieler, der von seinem Charakter her über jeden Zweifel erhaben ist. Der gibt jeden Tag 100 Prozent, trainiert wie ein Vollprofi. Deswegen habe ich ihn damit nicht angesprochen“, so Hummels.

Obwohl Hummels die Diskussion über Kimmichs Leistung, insbesondere auf der Rechtsverteidigerposition, nachvollziehen kann, betonte er, dass er den Spieler aufgrund seiner Identifikation mit der Nationalmannschaft und seines täglichen Einsatzes nicht infrage stelle. Die Fußball-WM 2026 wird trotz des Ausscheidens der deutschen Nationalmannschaft fortgesetzt.

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Source: welt.de

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