Frühes WM-Aus für Deutschland
Die deutsche Nationalmannschaft ist erneut frühzeitig aus einer Weltmeisterschaft ausgeschieden. Nach der Niederlage gegen Paraguay im Elfmeterschießen, bei der das Team mit 4:5 unterlag, steht die Leistung der Mannschaft und des Trainers Julian Nagelsmann im Fokus der Kritik. Das Spiel fand am Abend des 29. Juni 2026 Ortszeit Boston statt, während in Deutschland bereits der 30. Juni angebrochen war, als der Mannschaftsbus das Stadiongelände in Foxborough verließ.
Julian Nagelsmann äußerte sich nach dem Spiel über die Niederlage gegen eine Mannschaft, die er als mit „einfachen Mitteln“ agierend beschrieb. Er beklagte, dass seinem eigenen Team die Mittel fehlten, um Chancen zu kreieren. Der Bundestrainer hatte sich vor dem Turnier das Ziel gesetzt, den Titel zu gewinnen, da jedes andere Ziel für ihn keinen Sinn ergäbe.
Die taktische Ausrichtung, die Nagelsmann angekündigt hatte, ging nicht auf. Die Einwechslung von Deniz Undav für Jamal Musiala sollte mehr Spieler in der Offensive ermöglichen, scheiterte jedoch an einem fehlenden Spielaufbau aus der zweiten und dritten Linie. Viele Angriffe, darunter Steilpässe, Rückpässe und Standardsituationen, versandeten.
Kritik an Trainer und Mannschaft
Nach dem Rückstand, der durch ein Aufmerksamkeitsdefizit mehrerer Abwehrspieler begünstigt wurde, sei der Ballvortrag des Teams „super langsam“ gewesen, so Nagelsmann. Dies traf jedoch auch schon vor dem Rückstand und in der Verlängerung zu. Joshua Kimmich erlebte zum dritten Mal in seiner Karriere ein frühes Ausscheiden bei einer Weltmeisterschaft und zeigte sich sichtlich betroffen.
Die Leistung der Mannschaft und das Auftreten des Trainers werden scharf kritisiert. Es wird von einem arrogant und überheblich wirkenden Auftritt des Trainers gesprochen, dem es an Feuer gefehlt habe. Die Mannschaft habe nicht gekämpft, was als Abbild der Gesellschaft gesehen wird. Nagelsmann selbst räumte ein, dass er bei einer aktuellen Umfrage wahrscheinlich keinen Rückhalt in der Öffentlichkeit hätte.
Ein Kommentar bezeichnete die Niederlage als „Desaster“ und kritisierte die Reaktion von Bundeskanzler Merz, der dem Team für seinen Einsatz und Teamgeist dankte. Diese Aussage wurde als nicht zutreffend zurückgewiesen, da die gezeigte Leistung nicht zu Stolz Anlass gebe, sondern zu Wut und Enttäuschung. Die deutsche Wirtschaft und der Fußball werden als höchstens zweitklassig beschrieben, wobei der Fußball nur noch vom Ruf der Vergangenheit lebe.
Es wird die Forderung laut, den Bundestrainer schnellstmöglich zu entlassen. Nagelsmann selbst erklärte, er werde nicht weglaufen und sich der Verantwortung stellen, sofern ihn die Verantwortlichen des Deutschen Fußball-Bundes ließen. Er gestand ein, dass das Team nach dem dritten frühen Ausscheiden nicht mehr zur Weltspitze gehöre.

Zukunft des Bundestrainers ungewiss
Julian Nagelsmann wirkt bei der Weltmeisterschaft wie jemand, der versucht, ein Leck nach dem anderen zu stopfen, während das eigentliche Problem übersehen wird. Dies könnte ihn seinen Job kosten. Er sieht jeden Fehler, außer seine eigenen, was ihm vorgeworfen wird. Die Kritik an ihm und seiner Fähigkeit, Fehler zu erkennen und Verantwortung zu übernehmen, wird mit der des Bundeskanzlers verglichen.
Die Diskussion um die Zukunft von Julian Nagelsmann ist nach dem Ausscheiden des Teams entbrannt. Er saß nach dem Spiel sichtlich um Fassung ringend und beantwortete Fragen zu seiner weiteren Beschäftigung. Trotz der Niederlage und der Kritik betonte er, dass er nicht wegrennen werde. Der Mannschaftsbus verließ das Stadion in Foxborough um 1.29 Uhr deutscher Zeit.
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Source: bild.de





