DFB-Team mit neuem Outfit und Erinnerungen an 2014
Die deutsche Nationalmannschaft wird im WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay in einem neuen Outfit auflaufen. Erstmals bei dieser Weltmeisterschaft wird das Team nicht nur im weißen Heimtrikot spielen, sondern dieses auch mit weißen Hosen und weißen Stutzen kombinieren. In der Vorrunde trug die Mannschaft zu den weißen Trikots noch die üblichen schwarzen Shorts.
Das weiße Heimtrikot kommt damit zum dritten Mal in diesem Turnier zum Einsatz, nachdem es bereits gegen Curaçao und die Elfenbeinküste getragen wurde. Beim Spiel gegen Ecuador, das 1:2 endete, hatte das Team das blaue Auswärtstrikot angezogen. Die komplett weiße Kombination weckt Erinnerungen an das Jahr 2014, als Deutschland in einem ähnlichen Farbschema den vierten WM-Titel gewann.
Neben den weißen Hosen, die als Glücksbringer dienen könnten, wird auch das Wiedersehen mit Schiedsrichter Jalal Jayed als gutes Zeichen gewertet. Der Marokkaner leitete bereits das Auftaktspiel der Nationalmannschaft gegen Curaçao, welches mit einem 7:1 endete.
Linekers Spott und Havertz‘ Reaktion
Vor dem Spiel gegen Paraguay hat sich Englands Stürmer-Legende Gary Lineker kritisch über die deutsche Nationalmannschaft geäußert. Er bezeichnete die aktuelle DFB-Elf als eine der schwächsten, die er je gesehen habe, und äußerte, dass Frankreich problemlos ins Viertelfinale einziehen könne, sollte es zu einem möglichen Achtelfinal-Duell kommen. Lineker merkte zudem an, dass Deutschland bei den letzten beiden Weltmeisterschaften nicht über die Gruppenphase hinausgekommen sei und „von seiner Vergangenheit lebe“.
Kai Havertz, Angreifer der DFB-Elf, reagierte auf Linekers Aussagen mit Sarkasmus. Er betonte, dass es bereits viele Experten im eigenen Land gäbe und es irgendwann reiche, wenn auch noch die aus anderen Ländern anfingen. Havertz spielt beim FC Arsenal und lebt seit Jahren in London, was Linekers Aussage aus seiner Sicht als Kommentar eines „Heim-und-Hof-Kommentators“ erscheinen lässt.
Die Kritik im Inland war nach der 1:2-Niederlage gegen Ecuador besonders stark. Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte nach dem Spiel erklärt, dass er einige Wechsel vorgenommen hatte, um Spieler für ihre gute Trainingsarbeit zu belohnen, die er bei einem „Pflichtergebnis“ nicht gemacht hätte. Er betonte, dass es ihm in erster Linie darum gehe, die Mannschaft so vorzubereiten, dass sie ein gutes Spiel machen kann.
Warnungen vor Paraguay und Nagelsmanns Überlegungen
Der frühere Bundesliga-Stürmer Nelson Valdez hat die deutsche Nationalmannschaft eindringlich vor dem Sechzehntelfinale gegen sein Heimatland Paraguay gewarnt. Er bezeichnete das Spiel als „super umkämpft“ und „hakelig“, obwohl Deutschland als Favorit gilt. Valdez wies darauf hin, dass die Türkei in der Vorrunde gegen Paraguay verloren habe, obwohl sie als Favorit galt, und dass es für Deutschland nicht einfach sein werde, Paraguays Defensivblock zu überwinden.
Valdez betonte die besondere Qualität der Albirroja, die solche wichtigen Spiele mögen und in denen die Mannschaft ein ganzes Land vertritt. Er sagte, dass die Spieler in solchen entscheidenden Partien über sich hinauswachsen würden, was dem Land Hoffnung gebe. Auch der frühere Bayern-Stürmer Roque Santa Cruz riet seinem Heimatland zu einer robusten Spielweise und hoffte auf hohe Temperaturen, die Paraguay entgegenkämen.
Santa Cruz sieht die Schwächen der DFB-Elf am ehesten in Umschaltsituationen, da sie oft nach schnellen Gegenangriffen Probleme bekämen. Er betonte, dass Paraguay versuchen müsse, Deutschland in ein intensives Hin und Her zu verwickeln, da je körperlicher das Spiel werde, desto besser sei es für Paraguay. Trainer Nagelsmann äußerte sich zu möglichen taktischen Änderungen und sagte, dass man alle Dinge diskutieren könne. Er erwähnte, dass es Überlegungen gebe, etwas zu ändern, aber auch den Gedanken, alles gleich zu lassen. Dies deutet auf eine gewisse Flexibilität in der Herangehensweise an das Spiel gegen Paraguay hin.

Die deutsche Nationalmannschaft trifft am Montagabend auf Paraguay.

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Source: web.de





