DFB-Team trifft auf Paraguay
Das DFB-Team trifft im Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft auf Paraguay. Diese Begegnung ist nach dem Sieg von Spanien über Uruguay endgültig festgelegt. Zuvor gab es insgesamt 495 mathematische Szenarien für mögliche Gegner der deutschen Mannschaft. Paraguay sicherte sich den Einzug in die K.o.-Runde mit vier Punkten in Gruppe D, wobei sie die Türkei hinter sich ließen. Das Sechzehntelfinale findet am Montag um 22.30 Uhr MESZ in Boston statt.
Bundestrainer Julian Nagelsmann hat somit früher als erwartet Klarheit über den ersten K.o.-Gegner. Ursprünglich hätte die Entscheidung über den deutschen Gegner erst am Sonntagmorgen fallen können, rund 40 Stunden vor dem geplanten Anstoß der Partie. Nagelsmann hatte bereits angekündigt, dass sich das Trainerteam aufgeteilt hatte, um verschiedene mögliche Gegner zu analysieren und eine Nachtschicht einzulegen. Er kritisierte jedoch den Turniermodus, da er zu großem Zeitdruck führe und das Team bestrafe, Gruppenerster geworden zu sein.
Sollte Deutschland gegen Paraguay gewinnen, würde das Team im Achtelfinale auf den Sieger der Partie zwischen Frankreich und Schweden treffen. Das mögliche Achtelfinale der DFB-Elf ist für den amerikanischen Nationalfeiertag, den 4. Juli, um 23 Uhr MESZ in Philadelphia angesetzt. Frankreich gilt als einer der Top-Favoriten auf den Titel und zeigte in der Gruppenphase eine starke Leistung mit drei Siegen aus drei Spielen.
Diskussionen um Manuel Neuer und Teamleistung
Nach der 1:2-Niederlage des DFB-Teams gegen Ecuador halten die Diskussionen um Torwart Manuel Neuer an. Bei beiden Gegentoren sah der 40-Jährige unglücklich aus. Ehemalige Nationaltorhüter haben sich zu den Szenen geäußert. Torwart-Legende Sepp Maier sagte, dass das gesamte Team schwach gewesen sei, Neuer aber dem Ball früher hätte entgegengehen müssen, statt auf ihn zu warten. Gleichzeitig verteidigte Maier seinen Nachfolger und betonte, dass Neuer nicht der Sündenbock für die Niederlage sei und es einfach nicht fair sei, ihm einen großen Fehler anzudichten.
Auch Timo Hildebrand, ein weiterer Ex-Nationaltorhüter, verteidigte Neuer vehement. Er kritisierte die Debatte um „Torwartpatzer“ und „Torwartfehler“ und nannte sie „typisch deutsch“. Hildebrand erklärte in einem Video, dass die Situation vor dem 1:2-Gegentor für Neuer „brutal schwer“ gewesen sei. Die Niederlage gegen Ecuador wurde von durchschnittlich 18,47 Millionen Zuschauern verfolgt, was einem Gesamt-Marktanteil von 71,9 Prozent entsprach.
Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte im dritten Gruppenspiel gegen Ecuador versucht, Stammkräften weitere Spielpraxis zu verschaffen und Spielern Minuten zu geben, die sonst im Turnierverlauf möglicherweise keine bekommen hätten. Beide Ansätze missrieten jedoch, was zu einem schlechten Zeugnis für den Donnerstag führte. Trotz der Probleme von Felix Nmecha und Aleksandar Pavlovic im Mittelfeld gegen Ecuador und zuvor gegen die Elfenbeinküste, ist eine Rückversetzung von Joshua Kimmich in die Zentrale derzeit kein Thema. Nagelsmann hob Kimmichs Qualitäten als Rechtsverteidiger hervor und betonte, dass er bei der Europameisterschaft ein Top-Rechtsverteidiger mit den besten Werten gewesen sei.
Teamtraining und Fanreaktionen
Nach der Niederlage gegen Ecuador trainierte das DFB-Team dezimiert. Nathaniel Brown stand am Freitag noch nicht wieder auf dem Trainingsplatz in Winston-Salem, wird aber für das Sechzehntelfinale fest eingeplant. Bundestrainer Nagelsmann äußerte sich zuversichtlich, dass Brown am Montag spielen kann, obwohl er von leichten Adduktorenproblemen geplagt wird. Nach dem Spiel gegen Ecuador war Brown, wie andere Reservisten, in der Regenerationsgruppe. Einige Einwechselspieler, darunter Deniz Undav und Malick Thiaw, trainierten unter der Beobachtung von Nagelsmann, DFB-Sportdirektor Rudi Völler und Geschäftsführer Andreas Rettig.
Die Fans des DFB-Teams zeigten sich nach der Niederlage enttäuscht, während die ecuadorianischen Fans den Einzug ins Sechzehntelfinale ausgiebig feierten. Nach dem überraschenden Erfolg gegen Deutschland rief Ecuadors Präsident Daniel Noboa den Freitag spontan zum Feiertag aus. Er dankte den Spielern und dem Trainer, die es geschafft hatten, dem ganzen Land diese Freude zu bereiten. Das Team von Trainer Sebastián Beccacece zog mit vier Punkten erstmals seit der WM 2006 in die K.o.-Phase ein. Tausende feierten den Erfolg auf den Straßen von Quito.
Ein kurioser Vorfall ereignete sich mit Leon Goretzka, der nach dem Spiel versehentlich in den Bus des euphorisierten Gegners stieg. Er bemerkte seinen Irrtum schnell und stieg in das richtige Gefährt um. Die beiden blauen Busse, die optisch ähnlich waren, standen direkt nebeneinander. Die Bilanz des DFB-Teams gegen Paraguay ist positiv. Zuletzt trafen beide Teams in einem Freundschaftsspiel im Jahr 2013 aufeinander, das 3:3 endete. Die bisher einzige Begegnung bei einer Weltmeisterschaft gab es im Jahr 2002 im Achtelfinale, als Deutschland durch ein Tor von Oliver Neuville gewann.

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Source: sportschau.de





