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WM-Kolumne: Nagelsmanns Entwicklung und die Rolle von Völler und Lena

WM-Kolumne von Lothar Matthäus: Wie Lena & Völler Nagelsmann helfen

Nagelsmanns Entwicklung und die Unterstützung im Hintergrund

Bundestrainer Julian Nagelsmann hat nach der Gruppenphase der Weltmeisterschaft eine Note von 3 erhalten, wobei seine Leistungen als befriedigend eingestuft wurden. Positiv hervorgehoben wurde sein glückliches Händchen bei Einwechslungen im Spiel gegen die Elfenbeinküste. Allerdings wurde auch angemerkt, dass es ihm nicht gelungen ist, der Mannschaft die notwendige Fokussierung gegen Ecuador zu vermitteln.

Es wird beobachtet, dass Nagelsmann ruhiger und souveräner geworden ist und gereifter wirkt. Sein Auftreten hat sich im Vergleich zu den Vormonaten verbessert. Ein Aspekt, der positiv bewertet wird, ist sein öffentlicher Schutz der Mannschaft, da er das Vertrauen der Spieler nicht verlieren möchte.

Ein Teil dieser positiven Entwicklung wird seiner Frau Lena zugeschrieben, die als ehemalige Sportjournalistin ein Verständnis für die Medienlandschaft besitzt und ihm Ratschläge gegeben haben soll. Des Weiteren erhält Nagelsmann Unterstützung vom DFB, insbesondere durch Rudi Völler. Völler zieht im Hintergrund die Fäden und dient mit seiner Erfahrung als Spieler, Teamchef und Funktionär als wichtige Stütze für den Bundestrainer. Völler ist überzeugt, dass Nagelsmann der geeignete Trainer ist, um das Potenzial der Mannschaft auszuschöpfen, basierend auf seiner Trainingsweise und dem Umgang mit den Spielern. Es wird betont, dass Nagelsmann Völlers Ratschläge anhören und bedenken sollte, die Entscheidungen jedoch selbst treffen muss.

Rudi Völler äußerte sich zuversichtlich bezüglich einer weiteren Zusammenarbeit zwischen dem DFB und Julian Nagelsmann bis zur Europameisterschaft 2028. Er freut sich auf die kommenden zwei Jahre bis zum Turnier. Nagelsmann trat sein Amt nach der Trennung von Hansi Flick im Jahr 2023 an. Völler bezeichnete ihn als die Idealbesetzung für diese Position und hob hervor, dass Nagelsmann, obwohl er polarisiere, ein ehrlicher Mensch und außergewöhnlicher Trainer sei, der sich in den letzten drei Jahren weiterentwickelt habe. Nagelsmanns Vertrag als Bundestrainer läuft bis zur EM 2028 in Großbritannien und Irland, soll aber Ausstiegsklauseln enthalten.

Taktische Überlegungen und die Rolle von Kimmich

In der Vorrunde wurden weniger Torchancen erarbeitet als bei der WM 2022. Gegen die Elfenbeinküste und Ecuador zeigte sich die körperliche Präsenz der Gegner, die sich häufiger gegen deutsche Spieler durchsetzten. Dies wird als Frage der Einstellung betrachtet, für die der Trainer verantwortlich ist.

Im Spiel nach vorne wird eine ordnende Hand vermisst. Für das Wachstum einer Mannschaft während eines Turniers ist Führung auf dem Platz erforderlich. Es fehle jemand, der in schwierigen Situationen Ruhe und Übersicht bewahrt, wobei Joshua Kimmich in dieser Rolle genannt wird. Es wird die Ansicht vertreten, dass Kimmich zu 100 Prozent ins Mittelfeld gehört, um dort Einfluss auf das Spiel nehmen zu können. Seine Position als rechter Verteidiger würde seinen Einfluss auf das Spielgeschehen, insbesondere auf Spieler wie Wirtz vorne links, einschränken.

Im Mittelfeld könnte Kimmich seine fehlende Geschwindigkeit leichter kompensieren, und seine Qualität, Erfahrung und Intelligenz kämen dort besser zur Geltung. Als Sechser neben Nmecha könnte er das Spiel aufbauen und gefährliche Chip-Bälle auf die Angreifer spielen. Die zunehmende Geschwindigkeit von Außenstürmern, die im Schnitt schneller sind als Kimmich, wird als weiteres Argument für einen schnelleren Ersatz auf der rechten Abwehrseite angeführt, beispielsweise mit Brown rechts und Raum links. Es wird die Sorge geäußert, dass ein Ausscheiden aufgrund eines überlaufenen Kimmich vermieden werden sollte. Julian Nagelsmann sollte in dieser Hinsicht nicht stur sein, um das Weiterkommen Deutschlands zu sichern. Die Defizite seien erkennbar und der Bundestrainer sollte sie im täglichen Training mit seinem Analyse-Team genauer betrachten.

Es wird jedoch auch erwähnt, dass der Bundestrainer mit Kimmichs Werten als rechter Verteidiger von der EM 2024 argumentiert. Damals gab es im Mittelfeld erfahrene Führungsspieler wie Kroos, Gündogan und Andrich, was Kimmich eine andere Rolle als rechter Verteidiger ermöglichte, bei der er an der Linie entlang marschierte. Kroos lenkte damals das Spiel von hinten.

Anforderungen für die K.o.-Runde und Nagelsmanns Gehalt

Für die K.o.-Runde ist es entscheidend, dass die deutsche Mannschaft präsenter auftritt und die Mentalität zeigt, die sie stark gemacht hat. Es geht darum, Zweikämpfe nicht nur anzunehmen, sondern sich auch wirklich zu wehren. Obwohl viele Talente mit Weltklasse-Potenzial in der Mannschaft sind, reicht dies allein bei einer Weltmeisterschaft nicht aus. Spiele auf höchstem Niveau, die auf Messers Schneide stehen, erfordern Mentalität. Nagelsmann muss möglicherweise unbequeme Entscheidungen treffen, da er Spieler, die nicht abliefern, nicht mitziehen kann. In der K.o.-Runde sollte er nur auf diejenigen setzen, die bisher überzeugt haben. Zwei bis drei Wechsel in der Startelf werden als vertretbar angesehen.

Bundestrainer Julian Nagelsmann zählt zu den Spitzenverdienern unter den Trainern der FIFA Weltmeisterschaft. Sein geschätztes Jahresgehalt liegt bei rund sieben Millionen Euro, womit er den zweiten Platz im weltweiten Ranking belegt. Nur Brasiliens Trainer Carlo Ancelotti verdient mit geschätzten zehn Millionen Euro jährlich mehr. Hinter Nagelsmann folgt Mauricio Pochettino, der Trainer der Gastgeber USA, mit rund sechs Millionen Euro pro Jahr. Thomas Tuchel, der die englische Nationalmannschaft betreut, liegt mit etwa 5,8 Millionen Euro ebenfalls unter den Topverdienern. Weitere bekannte Namen wie Roberto Martínez (Portugal) und Fabio Cannavaro (Usbekistan) sollen jeweils rund vier Millionen Euro verdienen. Frankreichs Weltmeistertrainer Didier Deschamps kommt auf geschätzte 3,8 Millionen Euro, während Marcelo Bielsa (Uruguay) und Ronald Koeman (Niederlande) mit jeweils drei Millionen Euro im Mittelfeld des Rankings liegen. Das geschätzte Jahresgehalt von Argentiniens Weltmeistertrainer Lionel Scaloni liegt bei rund 2,3 Millionen Euro, während Schottlands Nationaltrainer Steve Clarke das Schlusslicht mit geschätzten 500.000 Euro bildet.

Die Zahlen basieren auf Schätzungen von „Finance Football“ und internationalen Medienberichten.

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Source: bild.de

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