Deutschland trifft auf Ecuador
Deutschland trifft in seinem dritten Gruppenspiel bei der WM auf Ecuador. Das DFB-Team steht bereits als Gruppensieger fest, während Ecuador noch um den Einzug in die K.-o.-Runde kämpft. Das Spiel wird um 22:00 Uhr angepfiffen.
Bundestrainer Julian Nagelsmann musste die Mannschaft im Vergleich zum Spiel gegen die Elfenbeinküste auf zwei Positionen verletzungsbedingt ändern. Diese Wechsel hatte der Bundestrainer bereits angedeutet.
Undavs Rolle und Nagelsmanns Entscheidungen
Deniz Undav, der deutsche WM-Topscorer, wird sich auch im abschließenden Gruppenspiel mit der Jokerrolle begnügen. Er hat damit nach eigenen Angaben kein Problem. Undav betonte, dass er immer Tore machen könne und sich etabliert habe.
Nagelsmann erklärte, es sei nicht ausgeschlossen, dass Undav auch mal in der Startelf stehen werde. Er fügte hinzu, dass Undav Tore schießen könne, wenn er in den ersten 70/80 Minuten auf dem Feld sei. Der Trainer merkte an, dass es im Kader nicht viele Spieler gebe, die Tore mit der gleichen Verlässlichkeit wie Undav erzielen könnten, besonders wenn es wie gegen die Elfenbeinküste 0:1 stehe.
Undav hat nach den Siegen gegen Curaçao (7:1) und die Elfenbeinküste (2:1) bereits drei Tore erzielt und zwei weitere vorbereitet. Er sagte, es fühle sich an wie ein Traum und sei nicht real, da er noch nie auf einer so großen internationalen Bühne getroffen habe. Seit dem Spiel gegen die Elfenbeinküste bemerke er, dass sein Name überall im Umlauf sei, womit er nicht gerechnet habe, da er sich immer übersehen gefühlt habe.
Sein Glücksbringer bei der WM ist ein Schnuller seiner Tochter, den seine Frau ihm gegeben hat und den er immer in der Tasche trägt.
Im Spiel gegen Ecuador wurde Undav eingewechselt, was darauf hindeutete, dass Kai Havertz, der für ihn ausgewechselt wurde, tatsächlich mitgespielt hatte.
Verletzungen und Trikot-Neuheiten
Die Verletzung von Niko Schlotterbeck überschattete Deutschlands Sieg über die Elfenbeinküste. Der Verteidiger von Borussia Dortmund wird bei dieser WM nicht mehr auf dem Platz stehen. Trotzdem bleibt er bei der Mannschaft und ist mit Spezialschuh und Krücken mit dem Team nach East Rutherford zum letzten Gruppenspiel gegen Ecuador gereist.
Der DFB erhielt von der FIFA eine Sondergenehmigung, sodass Schlotterbeck trotz Verletzung auf der Bank sitzen darf.
Die aktuelle WM ist die vorerst letzte, bei der das DFB-Team Trikots von Adidas trägt. Ab 2027 übernimmt Nike die Ausstattung der deutschen Nationalmannschaft. Nike gab im Vorfeld des Ecuador-Spiels einen Vorgeschmack auf das neue Trikot. Ein riesiges Plakat auf dem Hudson River in New York zeigte ein verpixeltes Trikot, das auf ein klassisches Design hindeutet.
Adidas-Vorstandschef Björn Gulden äußerte sich zufrieden mit den aktuellen Verkaufszahlen und schätzte, dass insgesamt mehr als drei Millionen Deutschland-Jerseys verkauft würden. Dies sei ein Rekordwert, da dreimal so viele DFB-Trikots verkauft würden wie bei der WM in Katar vor vier Jahren.
Weitere Stimmen und Beobachtungen
Nadiem Amiri berichtete, viele Nachrichten aus Afghanistan zu erhalten. Er sagte, seine Familie sei stolz, und es sei ein unfassbarer Moment für ein solches Land. Amiri, in Ludwigshafen geboren, freue sich, seine Wurzeln stolz gemacht zu haben. Seine Eltern waren 1980 im Zuge der sowjetischen Invasion aus Afghanistan geflohen. Bei seinem WM-Debüt für Deutschland gegen die Elfenbeinküste (2:1) bereitete er den Ausgleich von Deniz Undav vor.
Der frühere Nationalspieler Ilkay Gündogan kritisierte in seiner Kolumne TV-Experten, die mit extremen Meinungen Schlagzeilen machten, ohne dabei Namen zu nennen. Als positives Gegenbeispiel nannte er den ZDF-Experten Per Mertesacker.
Lothar Matthäus äußerte sich zu Leroy Sané und sagte, dieser sei aktuell nicht der Spieler, den man schon häufiger gesehen habe, wie etwa im WM-Quali-„Finale“ gegen die Slowakei (6:0). Er betonte, dass Sané Ansätze gezeigt und fleißig sei, aber häufig die falschen Entscheidungen treffe. Matthäus merkte an, dass Sané nicht der einzige DFB-Spieler sei, der bei der WM noch nicht sein volles Potenzial ausgeschöpft habe.
Ecuadors Nationaltrainer Sebástian Beccacece haderte vor dem WM-Spiel gegen Deutschland mit der Wahrnehmung seiner Person in Ecuador und rief ein Endspiel um seinen Job aus. Er habe das Herz seiner Spieler und der Menschen, die ihn täglich begleiteten, erreicht, aber keine Verbindung zu den Fans aufbauen können.
Im Spiel selbst gab es einige bemerkenswerte Szenen. Manuel Neuer und Jonathan Tah hatten ein Missverständnis, das an die Kreisliga erinnerte. Leroy Sané vergab eine Großchance, kurz bevor Ecuador nach einer Ecke durch Plata ein Tor erzielte. Neuer parierte später einen Schuss von Valencia aus 20 Metern.
Ein Elfmeter für Deutschland wurde zurückgenommen, da Sané zuvor Vite gefoult hatte. Der Rasen schien in einem schlechten Zustand zu sein, was zu Ballverlusten führte. Nmecha spielte einen Fehlpass, der zu einem Konter Ecuadors führte. Die Schiedsrichterin Tori Penso pfiff ein leichtes Foul von Hincapie an Kimmich ab, was zu Protesten des Ecuadorianers führte. Zur Halbzeit stand es unentschieden.
Die US-Reporter bezeichneten den eingewechselten Angelo Stiller als den „Heartbeat“ des VfB Stuttgart. Während des Spiels wurde eine Hydration Break eingelegt. Die deutsche Mannschaft spielte Fehlpass um Fehlpass, und es wurde angemerkt, dass Deutschland schwimmt. Die Mannschaft ließ sich vom 23. der Weltrangliste in der eigenen Hälfte einschnüren. Das Spiel wurde in New York am Nachmittag angepfiffen.
Hincapie erhielt eine Gelbe Karte, gefolgt von Pavlovic. David Raum kam einem Ball nicht entgegen, und Ecuador gewann ihn kurz vor dem gegnerischen Sechzehner.
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Source: web.de





