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DFB-Team verliert gegen Ecuador: Undav und Musiala sehen mehr Siegeswillen beim Gegner

DFB-News: Undavs Fazit nach DFB-Niederlage - "Sie wollten den Sieg mehr"

DFB-Team unterliegt Ecuador in New York/New Jersey

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat ihr letztes Gruppenspiel bei der WM 2026 gegen Ecuador mit 1:2 verloren. Obwohl die DFB-Elf bereits vor der Partie den Einzug in die K.o.-Phase als Gruppensieger gesichert hatte, stellt die Niederlage einen Dämpfer dar. Das Spiel fand im WM-Finalstadion in New York/New Jersey statt.

Leroy Sané brachte Deutschland früh in Führung, doch Nilson Angulo und Gonzalo Plata drehten die Partie zugunsten der Südamerikaner. Ecuador sicherte sich durch diesen Sieg als einer der besten Gruppendritten das Weiterkommen. Die Niederlage beendete eine Serie von zwei Siegen für die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann in der Gruppenphase.

Nach der Partie äußerten sich die DFB-Akteure Deniz Undav und Jamal Musiala kritisch zur Mentalität der eigenen Mannschaft. Undav stellte fest, dass Ecuador „griffiger und ekliger als wir“ gewesen sei und „den Sieg mehr“ gewollt habe. Musiala schloss sich dieser Einschätzung an und bemerkte, dass der Gegner „ein bisschen mehr Hunger und Intensität ins Spiel gebracht“ habe.

Reaktionen auf die Niederlage und Personalien

Die internationale Presse reagierte auf die erste Niederlage Deutschlands bei dieser WM. Medien in England lobten Ecuadors Comeback und hoben hervor, dass die Siegesserie der deutschen Mannschaft beendet wurde. Die Daily Mail sprach von einem „historischen Sieg“ für Ecuador, während The Sun betonte, dass Ecuador seine WM-Hoffnungen „auf unglaubliche Weise“ wahrte.

In Italien freuten sich Reporter über den Sieg des Underdogs und kritisierten die Leistung von Manuel Neuer. Die Gazzetta dello Sport erwähnte die „Unsicherheit bei Neuer“, während der Corriere dello Sport von einem „weiteren wunderschönen Märchen“ sprach, da Ecuador Deutschland zum ersten Mal in seiner Geschichte besiegte.

Spanische Zeitungen kritisierten die deutsche Mannschaft und feierten das „heldenhafte“ Ecuador. Die Marca schrieb, dass La Tri die Wende gegen eine deutsche Mannschaft schaffte, die „bei dieser WM zusehends abbaut“. AS betonte, dass Ecuador sich „in allerletzter Sekunde“ einen Platz in der Runde der letzten 32 sicherte.

Auch in Ecuador selbst wurde der historische Sieg gefeiert. El Universal sprach von einem „historischen Sieg Ecuadors gegen Deutschland“, und El Mercurio hob hervor, dass das Spiel „aufgrund seiner Bedeutung historisch war“. Mexikanische Medien wie Esto und Mediotiempo feierten ebenfalls La Tri für das, was „unmöglich schien“.

In Frankreich wurde den Deutschen empfohlen, das Spiel rasch zu vergessen, wobei L’Équipe von einem „sehr enttäuschenden Spiel“ sprach. Österreichische und Schweizer Medien thematisierten die Schwäche der deutschen Mannschaft, wobei die Kronen-Zeitung von einer „WM-Überraschung“ sprach und der Blick „WM-Sorgen bei den Deutschen“ sah.

Bundestrainer Julian Nagelsmann musste sich nach der Niederlage unangenehmen Fragen stellen. Im Gespräch bei MagentaTV fragte Moderator Johannes B. Kerner, ob das Wissen um den Gruppensieg das letzte Prozent Engagement genommen habe. Nagelsmann wies dies entschieden zurück und betonte, dass er keinem Spieler vorwerfen könne, nicht alles gegeben zu haben.

Vor dem Spiel gab es Änderungen in der Aufstellung der DFB-Elf. Antonio Rüdiger ersetzte Nico Schlotterbeck in der Innenverteidigung, da Schlotterbeck die WM wegen eines Bänderrisses im Knöchel vorzeitig beenden musste. David Raum rückte als Linksverteidiger für Nathaniel Brown ins Team, der aufgrund von Adduktorenproblemen ausfiel. Brown, der als einer der Shootingstars der WM 2026 galt, wechselt nach Medienberichten zum FC Bayern München.

Trotz der Niederlage blicken Undav und Musiala optimistisch auf die anstehende K.o.-Runde. Die DFB-Elf spielt ihr Achtzehntelfinale am Montag um 22.30 Uhr.

Deniz Undav
Deniz Undav Credit: sportschau.de

Nadiem Amiri schrieb mit seinem Kurzeinsatz gegen die Elfenbeinküste Geschichte als erster afghanischstämmiger Spieler bei der WM. Er äußerte, dass dies ein „historischer Moment“ für seine Eltern und das ganze Land gewesen sei und er viele Nachrichten aus Afghanistan und von Afghanen aus Deutschland erhalten habe.

Deniz Undav äußerte nach seinen drei Toren und zwei Vorlagen bei seinen beiden Jokereinsätzen Genugtuung, da er sich zuvor oft übersehen gefühlt habe. Sein Handy sei „explodiert“ nach den Leistungen.

In der Partie gegen Ecuador gab es eine umstrittene Szene, als Leroy Sané Deutschland früh in Führung brachte. Dem Tor war ein Foulspiel von Aleksandar Pavlovic vorausgegangen. Zudem wurde ein Elfmeter nach einem Foul an Kai Havertz nach VAR-Überprüfung zurückgenommen, da Leroy Sané zuvor seinen Gegenspieler gefoult hatte.

Zur Halbzeit stand es 1:1 in New York/New Jersey, was nach einem 0:1 zur Pause zuletzt gegen die Elfenbeinküste erneut einen Dämpfer für das DFB-Team darstellte. Die Trinkpause in der zweiten Halbzeit kam der deutschen Mannschaft gelegen, da Ecuador zu diesem Zeitpunkt deutlich am Drücker war und mehrere Szenen im Strafraum hatte.

Nico Schlotterbeck, dessen WM nach seinem Bänderriss im Knöchel im zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste (2:1) beendet war, unterstützte die DFB-Auswahl weiterhin als moralische Unterstützung und genoss auf Krücken den Beifall der deutschen Fans in New York/New Jersey.

Bundestrainer Julian Nagelsmann griff vor der Partie gegen Ecuador zu einem kleinen Trick, um den aufdringlichen WM-Fotografen beim Abspielen der Hymnen auszuweichen. Er und seine Assistenten positionierten sich nicht direkt vor der Bank, sondern stellten sich neben die Fotografen, um einen ungestörten Blick auf die Mannschaft zu haben.

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Source: sportschau.de

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