Alexander Zverev hat sein erstes Wimbledon-Finale gegen Jannik Sinner verloren. Trotz eines starken Beginns und der Hoffnung auf seinen zweiten Grand-Slam-Titel musste sich der deutsche Tennisspieler geschlagen geben. Die internationale Presse würdigte die Leistungen beider Finalisten, wobei Sinner seinen Titel erfolgreich verteidigte.
Im dritten Satz des Finales ereignete sich eine Schrecksekunde, als Zverev wegrutschte und sich am rechten Knie festhielt. Sinner eilte herbei, um ihm aufzuhelfen. Zverev konnte das Match fortsetzen, bemerkte jedoch eine Beeinträchtigung. Er erklärte, dass er Schwierigkeiten hatte, sich beim Aufschlag abzudrücken, was seine Aufschlaggeschwindigkeit reduzierte. Die Bewegung von der Grundlinie aus sei jedoch weiterhin gut gewesen.
Zverevs Einschätzung zur Knieverletzung
Zverev äußerte sich nach dem Spiel zu seinem Knie. Er vermutete, dass es nicht so schlimm sei wie ein früherer Knochenanbruch vor zwei Jahren, aber das Knie sei etwas angeschwollen. Er könne normal gehen und vermutete, dass Knochen auf Knochen geprallt sei und das Knie überdehnt wurde. Er plant, das Knie in den kommenden Tagen untersuchen zu lassen, um sich auf die US Open vorzubereiten.
Trotz der Niederlage wirkte Zverev nach dem Finale gelassen. Er betonte, dass die Niederlage durch seinen Sieg bei den French Open hundertprozentig besser zu verkraften sei. Er sei der Meinung, ein fantastisches Match und ein fantastisches Turnier gespielt zu haben. Nach der Partie gab es noch hohen Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz, der in der Umkleide vorbeischaute und sich mit Zverev unterhielt.
Reaktionen der internationalen Presse
Die internationale Presse kommentierte das Finale ausführlich. Die britische Zeitung „The Sun“ schrieb, dass Sinner sich zurückgekämpft und Zverevs Wimbledon-Traum beendet habe. „The Telegraph“ hob hervor, dass Sinner seinen Titel im Herreneinzel erfolgreich verteidigte. „The Mirror“ bemerkte, dass Zverev zwar dem Kreis der Grand-Slam-Sieger beigetreten sei, seinen Erfolg von Paris jedoch nicht bestätigen konnte.
In Italien feierte „Gazzetta dello Sport“ Sinners Erfolg und stellte fest, dass Zverev selten so nah dran und so gefährlich gewesen sei. „Tuttosport“ sprach von Sinners legendärem Triumph und einem historischen Double. „Corriere dello Sport“ krönte Sinner zum „König Sinner II“, der Zverev in vier Sätzen schlug und Wimbledon zum zweiten Mal in Folge gewann.
Französische Medien wie „Le Parisien“ bezeichneten Sinner als den „Boss“, der seine Krone auf dem Centre Court von Wimbledon verteidigte. „L’Équipe“ titelte schlicht: „Der König ist Italiener.“ Die spanische „Mundo Deportivo“ hob hervor, dass Sinner der zehnte Profi wurde, der seinen Titel in Wimbledon verteidigte, nachdem er einen außergewöhnlichen Zverev bezwungen hatte.

Der „Tages-Anzeiger“ aus der Schweiz schrieb, dass Zverev gegen Sinner das Tennis seines Lebens spielte und trotzdem verlor. „Blick“ kommentierte, dass Sinner seine Wimbledon-Regentschaft verlängerte. Österreichische Zeitungen wie die „Kronen Zeitung“ feierten Sinners Titelverteidigung als „Wimbledon-König“, während der „Kurier“ das Finale als würdiges Match zwischen Sinner und Zverev beschrieb, das 3:46 Stunden dauerte.
Zverevs beste Wimbledon-Auflage reichte nicht aus, um sich als dritter deutscher männlicher Tennisspieler in die Siegerlisten einzutragen. Nur Boris Becker und Michael Stich stehen auf der Ehrentafel. Zverev hatte im gesamten Match kein Break erzielt und musste sich im fünften Grand-Slam-Finale zum vierten Mal geschlagen geben.
Nach dem Match und der Siegerehrung wird Zverev sich einige Tage freinehmen, bevor er sein Knie untersuchen lässt und sich auf die Masters-Turniere in Montreal und Cincinnati vorbereitet.
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Source: bild.de





