Adeyemis Wechsel zum FC Barcelona
Karim Adeyemi wechselt zum FC Barcelona, was als eine der großen Überraschungen des aktuellen Transfer-Sommers gilt. Der Wechsel erfolgt vorbehaltlich eines bestandenen Medizinchecks. Bei Borussia Dortmund konnte sich Adeyemi in vier Jahren unter verschiedenen Trainern nicht dauerhaft als entscheidender Spieler etablieren. Sein Marktwert sank in dieser Zeit. Adeyemi absolvierte 146 Pflichtspiele für den BVB und erzielte dabei 36 Tore. Nur in 15 Einsätzen spielte er über die volle Distanz von 90 Minuten.
Die Abschiedsworte von BVB-Boss Lars Ricken deuteten an, dass Adeyemi in der letzten Saison nicht mehr zu den Unterschiedsspielern gehörte. Trainer Niko Kovac führte Berichten zufolge viele Einzelgespräche mit Adeyemi, um seine Entwicklung zu fördern. Trotz seines Talents, das an guten Tagen Weltklasse-Leistungen ermöglicht, überwogen beim BVB die weniger erfolgreichen Tage.
Für den BVB könnte Adeyemis Abgang finanziell ein Nullsummenspiel sein. Er wurde 2022 für 30,5 Millionen Euro aus Salzburg verpflichtet, und die aktuelle Ablöse, inklusive Boni, soll ähnlich hoch sein. Sportdirektor Ole Book und Lars Ricken haben den Transfer verhandelt. Adeyemi hatte in der Vergangenheit für Unruhe gesorgt, unter anderem durch eine Waffenaffäre und nächtliche Twitch-Interviews.
Flicks Pläne und weitere Transferziele
In Barcelona trifft Karim Adeyemi auf Trainer Hansi Flick, der ihn bereits aus seiner Zeit bei der Nationalmannschaft kennt. Adeyemi hatte unter Flick und Julian Nagelsmann insgesamt elf Einsätze für die Nationalelf, in denen er ein Tor erzielte. Seine Nichtnominierung für die WM wurde als konsequent bezeichnet. Es wird erwartet, dass Flick Adeyemis Potenzial in Spanien heben kann, um ihm zum Durchbruch in der La Liga zu verhelfen.
Der FC Barcelona hat mit Anthony Gordon und Karim Adeyemi bereits zwei schnelle Außenspieler verpflichtet. Der Verein plant jedoch einen dritten prominenten Transfer für das Mittelfeld. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Julián Álvarez von Atlético Madrid, der bei der WM mit Argentinien für Aufsehen sorgte. Barcelona hatte bereits vor der Weltmeisterschaft ein Angebot für Álvarez unterbreitet, das von Atlético als unzureichend empfunden wurde.
Laut Berichten der „Mundo Deportivo“ lassen sich Hansi Flick, Deco und das Team von Barcelona nicht von ihrem Ziel abbringen, Álvarez zu verpflichten. Der Argentinier bleibt ihr Wunschspieler Nummer eins. Barcelona ist bereit, sein Angebot für den Spieler zu verbessern. Hierfür werden zwei Optionen in Betracht gezogen: zusätzliche Boni, die an Titel geknüpft sind, oder die Abgabe eines Spielers zusammen mit 100 Millionen Euro an Madrid. Als mögliche Kandidaten für einen Spielertausch werden Marc Casadó, Ferran Torres und Ronald Araujo genannt.
Spanischen Medien zufolge ist Atlético Madrid über das Vorgehen Barcelonas verärgert und würde Álvarez lieber an den FC Arsenal abgeben, wo er ebenfalls als Neuzugang gehandelt wird. Hansi Flick soll auf die Verpflichtung von Álvarez bestehen, da er seine Mannschaft auf Tempo-Fußball ausrichten möchte. Die Transfers von Gordon und Adeyemi sind Teil dieser Strategie. Sollte der Transfer von Álvarez für 100 Millionen Euro plus weitere Zahlungen zustande kommen, wäre er einer der teuersten Einkäufe in der Geschichte des Vereins, ähnlich wie Ousmane Dembélé, Philippe Coutinho und Antoine Griezmann.
Adeyemis Entwicklung und Zukunftsaussichten
Adeyemi wird als Spieler beschrieben, der auf dem Platz zwischen Genie und Phlegma schwankt und daher für Trainer keine verlässliche Größe darstellt. Die fehlende Weiterentwicklung in Dortmund wird als Problem seiner Zeit beim BVB genannt. Trotzdem wird ihm die Qualität zugeschrieben, die La Liga zu begeistern, wobei mehr Eigenmotivation als notwendig erachtet wird.
Der Wechsel zu Barcelona bietet Adeyemi eine neue Chance, sich unter einem bekannten Trainer zu beweisen. Seine bisherige Karriere in Dortmund war von Höhen und Tiefen geprägt, und der Schritt nach Spanien könnte für seine weitere Entwicklung entscheidend sein. Der FC Barcelona setzt mit diesen Transfers auf eine Verjüngung und Beschleunigung seines Kaders unter der Leitung von Hansi Flick.
Die Bemühungen Barcelonas, Julián Álvarez zu verpflichten, zeigen die Ambitionen des Vereins, seine Offensive weiter zu stärken und eine Mannschaft aufzubauen, die Flicks Vision des Tempo-Fußballs umsetzen kann. Die Verhandlungen mit Atlético Madrid gestalten sich jedoch schwierig, da die Madrilenen dem Rivalen aus Katalonien gegenüber kritisch eingestellt sind. Die Zukunft von Álvarez und die genaue Zusammensetzung des Kaders von Hansi Flick werden sich in den kommenden Wochen zeigen.
Der FC Barcelona hat bereits zwei prominente Transfers in diesem Sommer getätigt.
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Source: bild.de





