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Tour de France: Norweger gewinnt Rekordetappe mit hoher Durchschnittsgeschwindigkeit

Tour de France mit Rekordetappe! Fast 51 km/h im Schnitt - BILD

Die Tour de France erlebte auf der elften Etappe einen historischen Moment. Der Norweger Søren Wærenskjold sicherte sich den Sieg im Massensprint nach 161 Kilometern von Vichy nach Nevers. Diese Etappe war die schnellste in der Geschichte der Rundfahrt, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50,91 km/h. Dies übertraf den vorherigen Rekord von 50,356 km/h aus dem Jahr 1999, der auf der vierten Etappe von Laval nach Blois aufgestellt wurde.

Die hohen Geschwindigkeiten wurden trotz tropischer Temperaturen von 35 Grad erreicht, die normalerweise nicht als optimal für den Leistungssport gelten. Tadej Pogacar, der weiterhin das Gelbe Trikot trägt, zeigte sich überrascht über das hohe Tempo. Er bemerkte, dass es „Wahnsinn“ gewesen sei, nach einer kurzen Pause wieder zum Peloton aufzuschließen.

Etappensieg und Gesamtklassement

Søren Wærenskjold feierte seinen ersten Etappensieg bei der diesjährigen Tour de France. Der Niederländer Olav Kooij belegte den zweiten Platz. Jasper Philipsen aus Belgien erreichte zunächst den dritten Platz, wurde aber nach einer Juryentscheidung zurückgestuft. Nach einem Einspruch seines Teams wurde er jedoch wieder auf den dritten Rang der Tageswertung gesetzt. Philipsen äußerte sich enttäuscht über die anfängliche Zurückstufung, da er sich keiner absichtlichen Fehlhandlung bewusst war.

Der beste deutsche Fahrer auf dieser Etappe war Pascal Ackermann, der den neunten Platz belegte. Max Kanter aus Cottbus kam auf Platz 17 ins Ziel. Im Zwischensprint, etwa 130 Kilometer vor dem Ziel, konnte sich Philipsen vor Kanter und dem ehemaligen Weltmeister Mads Pedersen durchsetzen, der das Grüne Trikot des Punktbesten trägt.

Wærenskjold: Sieger im Massensprint
Wærenskjold: Sieger im Massensprint Credit: spiegel.de

In der Gesamtwertung gab es keine Veränderungen an der Spitze. Tadej Pogacar führt weiterhin mit einem Vorsprung von über dreieinhalb Minuten vor Jonas Vingegaard. Pogacar trug das Gelbe Trikot zum 60. Mal. Florian Lipowitz, eine deutsche Hoffnung, kam zusammen mit dem Sieger ins Ziel und bleibt auf dem sechsten Platz. Er liegt 38 Sekunden hinter seinem Teamkollegen Remco Evenepoel.

Sturz und Ausblick auf die nächste Etappe

Etwa 30 Kilometer vor dem Ziel war der deutsche Radprofi Georg Zimmermann in einen Sturz verwickelt. Der Vorfall ereignete sich an einer Stelle, an der Teammitarbeiter den Fahrern Verpflegungsbeutel reichten. Neben Zimmermann waren auch andere Profis betroffen. Die genaue Ursache des Sturzes war zunächst nicht ersichtlich. Zimmermann konnte nach medizinischer Begutachtung wieder aufstehen und das Ziel erreichen.

Radprofi Georg Zimmermann stürzt gegen Ende der elften Etappe.
Radprofi Georg Zimmermann stürzt gegen Ende der elften Etappe.© IMAGO/Photo News/Garnier Etienne Credit: web.de

Die zwölfte Etappe am Donnerstag wird voraussichtlich erneut die Sprinter in den Fokus rücken. Der Start erfolgt auf der ehemaligen Formel-1-Rennstrecke in Magny-Cours bei Nevers. Die Strecke führt über 179,1 Kilometer in Richtung Osten nach Chalon-sur-Saône.

Pogačar: Auch nach der elften Etappe in Gelb
Pogačar: Auch nach der elften Etappe in GelbFoto: Mosa'ab Elshamy Credit: spiegel.de

Die Etappe könnte eine weitere Gelegenheit für einen Massensprint bieten. Michael Schumacher, der Formel-1-Rekordweltmeister, triumphierte auf der Rennstrecke von Magny-Cours insgesamt achtmal.

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Source: bild.de