Die von der FIFA geplanten Investorendeals, die einen Teilverkauf kommerzieller Rechte, wie beispielsweise an der Weltmeisterschaft, vorsehen, stoßen auf geteilte Meinungen in der Fußballwelt. Während die UEFA und andere Konföderationen Widerstand äußern, zeigt sich der afrikanische Kontinentalverband CAF offen für die Vorschläge von FIFA-Präsident Gianni Infantino.
David Trunda, Präsident des tschechischen Fußballverbandes, hat sich kritisch gegenüber den Plänen der FIFA geäußert. Seine Haltung steht im Gegensatz zur Position der UEFA, die sich ebenfalls gegen das Vorhaben ausgesprochen hat. Die UEFA erklärte, dass damit eine Grenze überschritten werde, die verantwortliche Institutionen im Fußball niemals überschreiten dürften.
Geteilte Meinungen zu den FIFA-Plänen
Die FIFA beabsichtigt, durch den Teilverkauf kommerzieller Rechte eine Milliardensumme einzuspielen. Berichten zufolge wurde den weltweit 211 Mitgliedsverbänden eine Zustimmungsfrist bis zum 19. September gesetzt, verbunden mit dem Versprechen einer Sonderzahlung im Gegenzug für ihre Zustimmung.
Der afrikanische Fußball-Kontinentalverband CAF hat sich offen für die umstrittenen Investorenpläne gezeigt. CAF-Präsident Patrice Motsepe hat eine Sitzung des Exekutivkomitees einberufen, um die Initiative „FIFA Forward Enterprise“ zu bewerten. Der CAF forderte seine Mitgliedsverbände auf, die Pläne zu prüfen und sich am Konsultationsprozess zu beteiligen.

In einer Mitteilung betonte der CAF, dass er entschlossen sei, den Dialog und die Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedsverbänden, der FIFA, anderen Fußballkonföderationen und Interessengruppen fortzusetzen. Ziel sei es, die Bereitstellung finanzieller und anderer Ressourcen für die Entwicklung und das Wachstum des Fußballs in Afrika und weltweit zu fördern.
Widerstand und Zuspruch
Neben der UEFA kam auch aus Nord- und Mittelamerika lauter Widerspruch gegen die Pläne der FIFA. Die Reaktionen auf die Vorschläge von Gianni Infantino zeigen eine Spaltung innerhalb der Fußballwelt.
Die FIFA-Pläne sehen vor, die kommerzielle Seite der Organisation, einschließlich der Einnahmen aus den Weltmeisterschaften, an ein neues Unternehmen auszulagern und 20 Prozent davon an Investoren zu verkaufen. Gianni Infantino verspricht jedem der 211 Mitgliedsverbände 40 Millionen US-Dollar, wenn mehr als die Hälfte bis zum 19. September für den Plan stimmen.
Der asiatische Verbandspräsident Salman bin Ibrahim Al Khalifa äußerte in einem Protestbrief an die 47 asiatischen Mitgliedsverbände große Besorgnis und Enttäuschung darüber, dass die AFC vor der öffentlichen Bekanntgabe in keiner Weise konsultiert wurde. Er bezeichnete dies als „total inakzeptabel“ und kritisierte die „unilateralen Aktionen“ der FIFA, die die Grundlagen des kontinentalen Fußballs untergraben würden.
Die von Infantino gesetzte Frist sei zu früh für eine angemessene Prüfung einer Maßnahme dieser Größenordnung. Al Khalifa betonte zudem, dass dieser Plan ohne die Unterstützung sämtlicher regionaler Blöcke niemals Erfolg haben werde. Die Abstimmung über die Investorenpläne soll am 19. September stattfinden.
Source: web.de





