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Brasilien: Ungewöhnliche Sperre nach Foul in der ersten Liga

In Brasilien: Ungewöhnliche Strafe nach Horror-Foul - Sport Bild

In einem Spiel der ersten brasilianischen Liga zwischen Internacional Porto Alegre und Cruzeiro Belo Horizonte kam es zu einem schwerwiegenden Foul, das eine ungewöhnliche Strafe nach sich zog. Der Vorfall ereignete sich am 22. Juli, als Victor Gabriel von Internacional in einen Zweikampf mit Gabriel Pec von Cruzeiro ging.

Bei diesem Zweikampf verletzte sich Pec schwer und erlitt einen Bruch des linken Schienbeins. Für Pec war es das Debüt für Cruzeiro, nachdem er erst im Vormonat von LA Galaxy zum brasilianischen Klub gewechselt war.

Gerichtliche Entscheidung und ungewöhnliche Strafe

Nach dem Foul erhielt Victor Gabriel zunächst eine Rote Karte. Das brasilianische Sportgericht verhängte jedoch eine zusätzliche, ungewöhnliche Sperre. Neben einer Sperre von sechs Spielen wurde entschieden, dass Gabriel so lange gesperrt bleiben soll, bis Gabriel Pec wieder genesen ist und am Training teilnehmen kann.

Diese Sperre ist auf eine maximale Dauer von 180 Tagen begrenzt, was etwa sechs Monaten entspricht. Sollte Pecs Genesung länger dauern, darf Gabriel nach Ablauf der 180 Tage wieder spielen. Die Dauer der Genesung eines Schienbeinbruchs liegt typischerweise zwischen vier und sechs Monaten.

Das Gericht begründete diese Entscheidung mit der Schwere der Verletzung und dem Ziel, zukünftige Verstöße zu verhindern. Ein Mitglied der Jury hatte Berichten zufolge zunächst eine Sperre von lediglich sechs Spielen vorgeschlagen, doch die Mehrheit befand eine härtere Strafe für notwendig.

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victorgabriel-cruzeiro-internacional-futebolmineiro-futebolnacional-1.jpg Credit: vietnam.vn

Reaktionen und Hintergründe

Victor Gabriel äußerte vor Gericht sein Bedauern über das Foul. Er erklärte, es sei nicht seine Absicht gewesen, seinen Gegenspieler zu verletzen, und führte die rutschigen und nassen Platzbedingungen als Faktor an. Gabriel betonte, er habe keine Kontrolle über die Situation gehabt.

Er entschuldigte sich bei Gabriel Pec und bot ihm seine Hilfe an. Gabriel bat Pec um Vergebung und erklärte, er habe keine böse Absicht gehabt und könne in diesem Moment nur für ihn beten. Er verbrachte nach eigenen Angaben schlaflose Nächte damit, für Pec zu beten und entschuldigte sich auch beim gesamten Cruzeiro Club.

Ein kurioser Vorfall ereignete sich während des Prozesses, als Internacional zur Verteidigung eine Audioaufnahme vorlegte, die angeblich aus dem VAR-Raum stammte. Als das Gericht die Echtheit der Aufnahme in Frage stellte, musste das Team zugeben, dass die Aufnahme „zufällig aus dem Internet“ stammte. Internacional zog die Beweismittel daraufhin zurück und beteuerte, es handele sich um ein Versehen ohne betrügerische Absicht.

Die außergewöhnliche Entscheidung des brasilianischen Gerichts hat international große Beachtung gefunden. Sie schafft einen neuen Präzedenzfall zur Abschreckung von Gewalt auf dem Spielfeld und zum Schutz der Spielersicherheit. Die beteiligten Parteien haben das Recht, Berufung gegen das Urteil einzulegen.

Source: sportbild.bild.de