Belgische Nationalmannschaft wechselt Trainingsort
Die belgische Nationalmannschaft sieht sich vor ihrem WM-Viertelfinale gegen Spanien mit Unruhen konfrontiert, nachdem sie ihren Trainingsplatz in Los Angeles kurzfristig wechseln musste. Die „Roten Teufel“ äußerten sich unzufrieden über die Rasenqualität des ursprünglich vorgesehenen Platzes auf dem Campus der Loyola Marymount University (LMU).
Nach ihrer Ankunft in Los Angeles am Dienstag inspizierten Verantwortliche des Königlichen Belgischen Fußballverbands (KBVB) am Mittwoch den Trainingsplatz. Sie stellten fest, dass die Bedingungen nicht den Mindeststandards entsprachen, die für das Training am vorletzten Tag vor dem Spiel erforderlich waren. Daraufhin bat der belgische Verband die Fifa um die Zuweisung eines anderen Trainingsplatzes.
Der Weltverband genehmigte den Belgiern noch am selben Tag, ihr Training auf den Platz des MLS-Klubs LA Galaxy zu verlegen. Die LMU reagierte mit Unverständnis auf den Umzug und teilte dem Portal „The Athletic“ mit, dass ihr Spielfeld in einem hervorragenden Zustand sei und bereits von mehreren Profisportmannschaften genutzt wurde, mit weiteren Einsätzen, die für diesen Sommer geplant sind.
Vorgeschichte mit Balogun-Affäre
Dieser Vorfall ist nicht der erste Ärger für die Belgier im aktuellen Turnier. Zuvor gab es eine Kontroverse um den US-Stürmer Folarin Balogun. In der ersten K.o.-Runde gegen Bosnien-Herzegowina wurde Balogun nach einem Foul des Feldes verwiesen. Die daraufhin verhängte Sperre wurde jedoch kurz vor dem Achtelfinal-Match gegen Belgien umgewandelt und zur Bewährung ausgesetzt.
Diese Entscheidung folgte einem Anruf von US-Präsident Donald Trump bei Fifa-Präsident Gianni Infantino. Diese politische Einmischung in den Fußball löste weltweit scharfe Kritik aus und wurde als einzigartig in der Geschichte des Sports beschrieben. Der Einspruch des belgischen Verbandes gegen diese Entscheidung wurde abgelehnt.
Trotz der Kontroverse um Balogun und der Entscheidung der Fifa, seine Sperre auszusetzen, konnten die „Roten Teufel“ das Achtelfinale gegen Balogun und die USA mit 4:1 gewinnen. Dieser Sieg erfolgte in einem Spiel, in dem die Stimmung im Stadion laut Belgiens Trainer Rudi Garcia feindselig gewesen sein könnte.
Belgien selbstbewusst vor dem Viertelfinale
Ungeachtet der jüngsten Turbulenzen und der Vorgeschichte mit der Balogun-Affäre zeigt sich Belgiens Trainer Rudi Garcia zuversichtlich vor dem anstehenden Viertelfinale gegen Spanien. Er äußerte sich, dass er sich keine Sorgen wegen einer möglicherweise feindseligen Stimmung im Stadion mache. Garcia betonte, dass seine Mannschaft bereits im Achtelfinale gegen die USA, einem der Co-Gastgeber, gespielt habe, wo die Zuschauer ebenfalls gegen sie gewesen seien.
Garcia hob hervor, dass die Erfahrung aus dem Spiel gegen die USA, bei dem „jeder gegen uns war“, die Mannschaft gestärkt habe und das kommende Spiel gegen Spanien nicht komplizierter sein könne. Er fügte hinzu, dass es nicht die Zuschauer seien, die Tore schießen, und dass sich das Team auf den Gegner konzentriere.
Der Trainer lobte den Europameister Spanien als einen der Favoriten des Turniers. Er erwähnte die Stärken der spanischen Spieler und ihre Fähigkeit, den Ballbesitz zu dominieren. Garcia merkte an, dass Spanien im aktuellen Turnier noch kein Gegentor kassiert habe, und erklärte, es sei an der Zeit, dies zu ändern. Mit Ausnahme des verletzten Mittelfeldspielers Amadou Onana seien alle Profis einsatzfähig für das Spiel im Los-Angeles-Stadion.
Das WM-Viertelfinale zwischen Belgien und Spanien findet am Freitag um 21 Uhr statt.
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Source: bild.de





