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Wimbledon: Zverev verletzt sich im Finale

00:27 Zverev hat sich im Wimbledon-Finale verletzt

Zverevs Verletzung im Wimbledon-Finale

Alexander Zverev hat sich im Wimbledon-Finale gegen Jannik Sinner am rechten Knie überdehnt. Dies gab der French-Open-Sieger nach seiner Niederlage bekannt. Zverev verlor das Endspiel des Rasen-Klassikers mit 7:6 (9:7), 6:7 (2:7), 3:6, 4:6 gegen den Italiener Sinner, der seinen Titel verteidigte.

Der Vorfall ereignete sich im dritten Satz, als Zverev auf dem Rasen des Centre Courts ausrutschte. Dabei überstreckte er sein Knie und lag anschließend mit Schmerzen auf dem Boden. Jannik Sinner eilte daraufhin zu seinem Kontrahenten, um ihm aufzuhelfen – eine Geste, die als bemerkenswerter Sportsgeist gewürdigt wurde.

Trotz des Sturzes konnte Zverev die Partie fortsetzen, obwohl er nach eigenen Angaben leichte Einschränkungen beim Aufschlag verspürte. Er erklärte, dass seine Geschwindigkeit beim Service nachgelassen habe, betonte jedoch, dass sich seine Bewegung von der Grundlinie aus gut angefühlt habe und er dort gut gespielt habe.

Reaktionen und frühere Verletzungen

Nach dem Match äußerte sich Zverev zu seinem Zustand. Er bemerkte, dass sein Knie „ein bisschen angeschwollen“ sei, er aber „normal gehen“ könne. Er vermutete, dass es sich um einen „Knochen-an-Knochen-Prall“ handeln könnte, glaubte aber nicht, dass etwas gebrochen sei.

Dies ist nicht Zverevs erste Knieverletzung in Wimbledon. Bereits vor zwei Jahren hatte er sich dort am Knie verletzt, wobei er sich damals einen Knochen angebrochen hatte. Er hofft jedoch, dass die aktuelle Verletzung nicht so schwerwiegend ist wie die frühere, die ihn für längere Zeit außer Gefecht setzte.

Die internationale Presse würdigte die Leistungen beider Finalisten. So schrieb „The Sun“ aus Großbritannien, dass Sinner sich zurückgekämpft und Zverevs Wimbledon-Traum beendet habe. „The Telegraph“ hob hervor, dass Sinner seinen Titel im Herreneinzel unter einem „Hagel von Assen“ erfolgreich verteidigte.

In Italien feierte die „Gazzetta dello Sport“ Sinners Sieg und betonte, dass Zverev selten so nah dran und so gefährlich gewesen sei. „Tuttosport“ sprach von Sinners „legendärem Triumph“ und einer „Aufholjagd“ gegen Zverev. Auch „Corriere dello Sport“ nannte Sinner „König Sinner II“ und hob hervor, dass er Zverev in vier Sätzen geschlagen und Wimbledon zum zweiten Mal in Folge gewonnen habe.

Französische Medien wie „Le Parisien“ bezeichneten Sinner als den „Boss“ und würdigten seine Titelverteidigung. „L’Équipe“ titelte schlicht: „Der König ist Italiener.“ Die spanische „Mundo Deportivo“ hob hervor, dass Sinner der zehnte Profi wurde, der seinen Titel in Wimbledon verteidigte, nachdem er einen „außergewöhnlichen Zverev“ bezwungen hatte.

Sportsgeist auf dem Centre Court

Die Szene, in der Sinner seinem Gegner zu Hilfe eilte, wurde als „Sportsgeist pur“ beschrieben. Zu diesem Zeitpunkt war die Partie im dritten Satz noch sehr ausgeglichen, und jeder Punkt war entscheidend. Die beiden Spieler kennen sich gut und haben bereits zahlreiche Matches gegeneinander bestritten.

Umarmung nach dem letzten Ballwechsel: Zverev und Jannik Sinner.
Umarmung nach dem letzten Ballwechsel: Zverev und Jannik Sinner. (Quelle: Andrew Couldridge Credit: t-online.de

Sinner ging zu Zverev, erkundigte sich nach dessen Zustand und reichte ihm die Hand, um ihm aufzuhelfen. Diese Geste wurde als ehrlich, kameradschaftlich und freundschaftlich empfunden und zeigte, dass sich beide Spieler wie Vorbilder verhalten. Es gab keinen Hass, keine Gehässigkeit und kein unfaires Ausnutzen der Situation des anderen.

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich vor einigen Jahren bei den French Open, als Rafael Nadal Zverev zu Hilfe kam, nachdem dieser ebenfalls ausgerutscht war. Damals hatte Zverev sieben Bänder gerissen und zwei Knochen gebrochen, was ihn für eineinhalb Jahre außer Gefecht setzte. Die aktuelle Verletzung in Wimbledon scheint nach Zverevs Einschätzung weniger gravierend zu sein.

Das Finale war ein hochspannendes Match, in dem beide Spieler auf dem Centre Court um jeden Millimeter Rasen kämpften. Die 15.000 Zuschauer erlebten einen wahren „Kracher zweier Champions“, bei dem Sinner letztendlich seinen zehnten Sieg in Serie gegen Zverev feierte und seinen fünften Grand-Slam-Titel bejubelte.

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Source: n-tv.de