Start / Sport / Schweizer Nationalmannschaft scheidet im WM-Viertelfinale aus, Verbandspräsident Knäbel äußert Stolz

Schweizer Nationalmannschaft scheidet im WM-Viertelfinale aus, Verbandspräsident Knäbel äußert Stolz

«Wir haben Momente geschaffen, die für immer bleiben» - Blick

Die Schweizer Nationalmannschaft ist im WM-Viertelfinale gegen Argentinien ausgeschieden. Trotz der Niederlage äußerte sich SFV-Präsident Peter Knäbel stolz über die Leistung des Teams. Er betonte, dass die Mannschaft das Ziel, die beste WM der Geschichte zu spielen, erreicht habe, indem sie erstmals seit 1954 wieder das Viertelfinale erreichte.

Knäbel hatte dieses ambitionierte Ziel bereits im November nach der erfolgreichen WM-Qualifikation in Pristina ausgerufen. Er hob hervor, dass die Auftritte der Nationalmannschaft in der Heimat viele Emotionen ausgelöst hätten. Besonders für die jüngeren Generationen seien Momente geschaffen worden, die in Erinnerung bleiben werden, wie die zahlreichen Public Viewings in den frühen Morgenstunden im ganzen Land zeigten.

Emotionale Momente und Schiedsrichterkritik

Die Niederlage gegen Argentinien war von emotionalen Szenen geprägt, insbesondere durch den Platzverweis von Breel Embolo. Nach einer Gelben und einer Roten Karte brach Embolo auf dem Feld in Tränen aus. Trainer Murat Yakin beschrieb ihn als „am Boden zerstört“ und erklärte, dass der Platzverweis durch eine Schwalbe zustande kam, die erst durch den Videobeweis erkannt und geahndet wurde.

Granit Xhaka, der Kapitän der Schweiz, kritisierte die Entscheidung als „spielentscheidend“. Auch Remo Freuler äußerte sein Unverständnis darüber, dass der VAR in einer so entscheidenden Phase des Spiels eingegriffen habe, und bezeichnete es als „Katastrophe“. Knäbel äußerte sich milder zur Schiedsrichterleistung, betonte jedoch, dass die konsistente Regelauslegung der Schiedsrichter während eines Spiels und über das gesamte Turnier nach der WM diskutiert werden müsse. Er hob hervor, dass man keine schlechten Verlierer sein wolle.

Die Schweiz verlor das Spiel in Unterzahl mit 1:3 nach Verlängerung. Embolo wurde fünf Minuten nach dem Ausgleichstreffer durch Dan Ndoye in der 67. Minute vom Platz gestellt. Argentinien erzielte nach der frühen Führung durch Alexis Mac Allister in der 10. Minute in der Verlängerung weitere Tore durch Julian Álvarez in der 110. Minute und Lautaro Martínez in der 120.+1 Minute.

Lionel-Messi-L-of-Argentina-argues-with-central-referee-Joao-Pinheiro-of-Portugal-during-a-FIFA-World-Cup-WM-Weltmeisterschaft-Fussball-2026-quarter-final-match-between-Argentina-and-Switzerland-at-Arrowhead-Stadium-in-Kansas-City-USA-11-July-2026
Lionel-Messi-L-of-Argentina-argues-with-central-referee-Joao-Pinheiro-of-Portugal-during-a-FIFA-World-Cup-WM-Weltmeisterschaft-Fussball-2026-quarter-final-match-between-Argentina-and-Switzerland-at-Arrowhead-Stadium-in-Kansas-City-USA-11-July-2026 Credit: n-tv.de

Finanzieller Erfolg und Abschied

Neben dem sportlichen Aspekt war die WM auch finanziell ein Erfolg für den SFV. Der Verband erwartet einen Nettogewinn von rund drei Millionen Franken. Dieser Betrag entspricht in etwa dem Gewinn des Turniers in Katar vor vier Jahren. Die höheren Ausgaben für Unterkünfte, Logistik und Personal im Vergleich zum Turnier 2022 sowie ungeklärte Steuerfragen in Kalifornien, wo die Nationalmannschaft vier Wochen lang untergebracht war und zwei Vorrundenspiele bestritt, beeinflussten den Gewinn.

Die Hälfte des Gewinns, der eine wichtige Einnahmequelle für den SFV darstellt, geht an die Swiss Football League. Für Nati-Direktor Pierluigi Tami war die Niederlage gegen Argentinien das letzte Spiel in seiner Funktion, da er Ende August in den Ruhestand tritt. Trotz der „großen Leere“, die er empfindet, überwiegt bei Tami der Stolz auf die Leistungen der Mannschaft und die Art des Fußballs, den sie in den USA und Kanada gezeigt hat. Er äußerte sich zuversichtlich über die Zukunft und sagte: „Wir sind auf dem richtigen Weg.“

Schweizer Spieler Embolo: Alle müssen ihn trösten
Schweizer Spieler Embolo: Alle müssen ihn tröstenFoto: Odd Andersen / AFP Credit: spiegel.de

Die Schweizer Nationalmannschaft hat mit ihrer Viertelfinal-Teilnahme und den ausgelösten Emotionen einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Read Also

Source: blick.ch