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Tour de France: Florian Lipowitz stürzt und muss Rennen aufgeben

Tour de France: Florian Lipowitz stürzt, muss das Rennen aufgeben - BILD

Sturz bei der Tour de France

Der deutsche Radsportler Florian Lipowitz (25) ist beim Einzelzeitfahren der Tour de France von Evian-les-Bains nach Thonon-les-Bains schwer gestürzt und musste das Rennen aufgeben. Der Vorfall ereignete sich in einer Rechtskurve, wo Lipowitz zu weit nach außen getragen wurde, wegrutschte und mit der Schulter gegen den Bordstein prallte. Er war als Gesamtfünfter in die Etappe gegangen und zeigte bis zu seinem Sturz eine gute Leistung.

Nach dem Sturz konnte Lipowitz noch selbst aufstehen und wurde anschließend in einem Krankenwagen zu einem Röntgenmobil gebracht. Seine Freundin Antonia Weeger (21) begleitete ihn im Teamwagen. Lipowitz erlitt schwere Wunden an Schulter und Bein. Der Sturz ereignete sich rund acht Kilometer vor dem Ziel des 26,1 Kilometer langen Zeitfahrens, als das Vorderrad des 25-Jährigen in einer Rechtskurve wegrutschte.

Reaktionen und Auswirkungen

Der Sturz von Lipowitz ist der zweite Ausfall eines Top-Fahrers nach dem Unfall von Jonas Vingegaard (29) am Sonntag. Auch Tadej Pogacar (27), der das Gelbe Trikot trägt, äußerte sich betroffen. Er berichtete, dass er in derselben Kurve, in der Lipowitz stürzte, ebenfalls fast zu Fall gekommen wäre. Pogacar erklärte, dass Organisationsfahrzeuge vor ihm die Sicht auf die Kurve beeinträchtigt hätten.

Remco Evenepoel (26), Lipowitz‘ Co-Kapitän bei Red Bull, gewann die Etappe mit einem Vorsprung von 28 Sekunden vor Pogacar. Evenepoel drückte sein Bedauern über den Sturz seines Teamkollegen aus: „Es ist ein bittersüßer Sieg. Ich habe gehört, dass Florian gestürzt ist. Das tut mir sehr leid. Ich hoffe, es geht ihm bald wieder besser.“ Evenepoel liegt in der Gesamtwertung 4:32 Minuten hinter Pogacar.

Die Stimmung im Red Bull-Team war nach dem Vorfall gemischt. Der sportliche Leiter Klaas Lodewyck beschrieb die Situation als „sehr bitter“ und sprach von „gemischten Emotionen“ – Freude über Evenepoels Sieg, aber auch Trauer über den Verlust von Lipowitz. Lipowitz war im vergangenen Jahr auf den dritten Gesamtrang bei der Frankreich-Rundfahrt gefahren.

Dopingkontrollen vor dem Rennen

Die Nacht vor dem Zeitfahren war für Evenepoel und Lipowitz ungewöhnlich. Alle acht Fahrer des Red Bull-Teams wurden gegen 22:00 Uhr von Dopingkontrolleuren kontrolliert. Ein Teamsprecher bestätigte die Kontrollen. Diese Kontrollen unterschieden sich jedoch von den umstrittenen Nachtkontrollen, bei denen Pogacar um fünf Uhr und Vingegaard um zwei Uhr morgens geweckt wurden.

Teamkollege Nico Denz beschrieb die Kontrolle als professionell und im Rahmen: „Ich war um 22:30 Uhr dran. Das ist besser als 2:00 Uhr nachts. Sie waren mit drei, vier Mann vor Ort. Das ging recht zackig, sie haben das professionell gemacht.“

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Source: bild.de