Der FC Bayern München bereitet sich intensiv auf die kommende Saison vor, wobei die Kaderplanung und die Rückkehr wichtiger Spieler im Fokus stehen. Lothar Matthäus hat in seiner Kolumne die Strategie des Vereins beleuchtet, die auf eine Mischung aus etablierten Stars und jungen Talenten setzt. Der Verein sieht sich international konkurrenzfähig und erwartet keine Abgänge von Schlüsselspielern.
Ein zentrales Thema ist die Rückkehr von Jamal Musiala, der nach einer Operation am Fuß einen individuellen Reha-Plan verfolgt. Der 23-jährige Offensivspieler unterzog sich nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft einer weiteren Operation, um eine Metallplatte aus seinem Fuß entfernen zu lassen. Dieser Eingriff war laut Berichten ohnehin notwendig geworden und soll eine längere Zwangspause in der laufenden Saison verhindern.
Musialas Weg zurück auf den Platz
Jamal Musiala war beim offiziellen Trainingsauftakt des FC Bayern nicht auf dem Platz zu sehen. Sein Comeback-Zeitplan ist jedoch klar definiert: Ab dem 31. Juli soll der Spieler wieder individuell trainieren. Während seine Teamkollegen an Trainingslagern am Tegernsee und in Asien teilnehmen, bleibt Musiala in München, um sein persönliches Reha-Programm an der Säbener Straße zu absolvieren.
Die Verletzungsgeschichte von Musiala reicht über ein Jahr zurück. Im Viertelfinale der Klub-Weltmeisterschaft gegen Paris Saint-Germain zog er sich eine schwere Fußverletzung zu. Seitdem kämpfte er immer wieder mit Folgeproblemen und fand bis zur Weltmeisterschaft nicht vollständig in seinen Rhythmus. Die Entscheidung für die frühzeitige Operation traf Musiala in Absprache mit Trainer Vincent Kompany.
Läuft alles nach Plan, soll Musiala nach der Rückkehr der Mannschaft am 8. August schrittweise wieder ins Mannschaftstraining integriert werden. Sein erklärtes Ziel ist der DFL-Supercup am 22. August gegen Borussia Dortmund. Eine Woche später, am 29. August, steht der Bundesliga-Auftakt gegen den VfB Stuttgart auf dem Programm.
Neben Musiala fehlen auch andere Spieler in der Vorbereitung. Alphonso Davies, der sich bei der Weltmeisterschaft eine Oberschenkelverletzung zuzog, arbeitet ebenfalls in München. Auch Neuzugang Ismael Saibari, der sich früh im WM-Achtelfinale gegen Kanada am Oberschenkel verletzte, bleibt vorerst in München und nimmt nicht an den Auslandsreisen teil.
Kaderstrategie und internationale Ambitionen
Der FC Bayern verfolgt in seiner Kaderplanung eine Strategie, die sowohl auf den Kauf von Stars und fertigen Spielern als auch auf die Förderung junger Talente setzt. Lennart Karl wird als Aushängeschild in diesem Bereich genannt, und auch andere junge Spieler haben unter Trainer Vincent Kompany überzeugt.
Nathaniel Brown und Ismael Saibari werden als Verstärkungen betrachtet, die ihre Qualitäten bereits bei ihren Vereinen und während der Weltmeisterschaft gezeigt haben. Brown wird als einer der wenigen deutschen Nationalspieler hervorgehoben, der mit seiner Leistung bei der WM zufrieden sein konnte.
Lothar Matthäus ist überzeugt, dass Michael Olise beim FC Bayern bleibt und der Verein sich nicht geschwächt hat. Er sieht die Bayern in der kommenden Saison im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig und wieder vorne dabei in der Champions League. Im nationalen Wettbewerb gelten die Bayern ohnehin als klarer Favorit.
Matthäus betonte, dass Jamal Musiala nun keine Ausreden mehr für seine Leistung hat, da die schwere Verletzung, die er sich vor über einem Jahr zugezogen hat, endgültig aus dem Kopf sein muss. Er hob hervor, dass Serge Gnabry und Harry Kane hervorragend harmonieren und auch Olise sowie Karl auf der Zehn spielen können. Vincent Kompany wird die richtige Mischung finden müssen.
Ein weiterer Spieler, der im Fokus steht, ist Joshua Kimmich. Rudi Völler, DFB-Sportdirektor, erwartet unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp keine großen Veränderungen auf der Kapitänsposition. Matthäus lobt Kimmichs Einstellung und ist überzeugt, dass Klopp ihn in der Zentrale einsetzen wird, da dort Führungsspieler benötigt werden. Kimmich hat diese Führungsrolle über Jahre beim FC Bayern München gezeigt.
Der FC Bayern setzt auf eine langfristige Herangehensweise und möchte kein unnötiges Risiko eingehen, insbesondere im Hinblick auf die Genesung von Jamal Musiala, dessen individuelles Training am 31. Juli beginnen soll.

Source: sport.sky.de





