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WM 2026: Nagelsmann in der Kritik – Klopp als Nachfolger?

WM 2026: „Respektlos und unverschämt“: Kommentator zerlegt Julian Nagelsmann - BILD

Der ehemalige Bundestrainer Julian Nagelsmann steht nach dem Ausscheiden Deutschlands bei der WM 2026 in der Kritik. Christian Straßburger, Kommentator bei MagentaTV, bezeichnete Nagelsmanns Auftritte während des Turniers und seine Kommunikation mit den Medien als „respektlos und unverschämt“. Auch Torhüter-Legende Jean-Marie Pfaff äußerte sich kritisch über Nagelsmanns Amtszeit.

Straßburger bemängelte, dass Nagelsmann während der WM keine Freude ausgestrahlt habe und nur noch destruktiv und genervt gewirkt habe. Er habe Kollegen bei normalen Fragen auflaufen lassen. Besonders Nagelsmanns Reaktion nach dem Ausscheiden im Sechzehntelfinale gegen Paraguay (4:5 n.E.) sei unpassend gewesen. Als er dann sagte, das spiele jetzt keine Rolle, wir seien jetzt alle enttäuscht, wir müssten uns jetzt erstmal alle zusammensetzen, habe Straßburger gedacht, das war’s.

Kritik an Nagelsmanns Auftreten und DFB-Verantwortung

Obwohl Deutschland bei der Heim-EM im Viertelfinale ausgeschieden war, hatte Nagelsmann laut Straßburger das Land damals noch hinter sich. Das Ausscheiden im Viertelfinale wurde damals von vielen als enttäuschend empfunden, doch nach der Heim-EM war der MagentaTV-Kommentator noch voll des Lobes für Nagelsmann.

Straßburger sieht jedoch nicht nur Nagelsmann als Problem für das schlechte Abschneiden bei der WM. Er kritisiert auch den DFB, der Nagelsmann alleine habe walten lassen. Es fehle an Personen, die Verantwortung übernehmen und eigene Schuld am Ausscheiden im Sechzehntelfinale und an den Misserfolgen bei anderen Turnieren eingestehen würden.

Jean-Marie Pfaff, eine belgische Torhüter-Legende, äußerte ebenfalls Bedenken hinsichtlich Nagelsmanns Eignung als Nationaltrainer. Pfaff hätte Nagelsmann nicht so viel Verantwortung übertragen, da er der Meinung ist, dass man für eine Nationalmannschaft Erfahrung und Ausstrahlung benötigt, die Nagelsmann seiner Ansicht nach nicht ausreichend besaß. Er verglich dies mit Persönlichkeiten wie Franz Beckenbauer und Berti Vogts, die diese Ausstrahlung hatten.

Jürgen Klopp als möglicher Nachfolger

Sowohl Straßburger als auch Pfaff sehen Jürgen Klopp als idealen Nachfolger für das Amt des Bundestrainers. Straßburger betont, dass es nicht ausreichen werde, Klopp als „Pflasterchen“ zu nutzen, während der Rest des Verbandes unverändert bleibt. Er fordert, dass der DFB Klopp in Gesprächen zuhören und das gesamte Konzept, das Klopp entwickeln möchte, mittragen müsse.

Pfaff ist ebenfalls überzeugt, dass es für Deutschland aktuell keinen besseren Kandidaten als Klopp gibt, sofern dieser das Amt übernehmen möchte. Er verweist auf Klopps Erfolge mit Borussia Dortmund und dem FC Liverpool als Beleg für seine Fähigkeit, Deutschland wieder zum Erfolg zu führen.

Pfaff kritisiert zudem Nagelsmanns taktische Entscheidungen, wie den Einsatz von Joshua Kimmich als Rechtsverteidiger, obwohl dieser ein defensiver Mittelfeldspieler ist. Er bemängelte auch, dass die Spieler oft nicht das Niveau zeigten, das sie in ihren Ligen erreichten, und jeder Spieler „sein eigenes Ding gemacht“ habe. Die belgische Legende hofft auf eine schnelle Wende für die deutsche Nationalmannschaft.

Credit: ran.joyn.de

Straßburger warnt vor einer düsteren Zukunft für die DFB-Elf, sollte sich die Situation nicht ändern. Er hofft auf frischen Wind und neue Konzepte, um nicht von Nationen wie Frankreich, Spanien, England und Norwegen abgehängt zu werden.

Pfaff äußerte sich auch zum Comeback von Manuel Neuer und meinte, dieser hätte bei seinem Rücktritt bleiben sollen, obwohl er seine Verdienste für Deutschland anerkannte. Die Diskussionen um die Zukunft des deutschen Fußballs und die Besetzung des Bundestrainerpostens bleiben nach dem Ausscheiden aus der WM 2026 bestehen.

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Source: bild.de