Der Schweizer Radprofi Mauro Schmid hat die 13. Etappe der Tour de France gewonnen. Der 26-Jährige vom Team Jayco AlUla setzte sich in Belfort im Sprint eines Ausreißer-Duos durch. Für Schmid war dies der erste Tour-Etappensieg und der bisher größte Erfolg seiner Karriere. Er überquerte die Ziellinie mit einem Wheelie.
Sein Teamkollege Pascal Ackermann äußerte sich erfreut über den Sieg und betonte, dass auch ein kleineres Team Etappen gewinnen kann. Felix Engelhardt, ebenfalls ein Teamkollege, versprach eine kleine Feier. Schmid selbst zeigte sich sprachlos und konnte den Erfolg noch nicht ganz realisieren.
Spannendes Rennen in den Vogesen
Die 13. Etappe führte über 205,8 Kilometer von Dole nach Belfort und war damit das längste Teilstück der diesjährigen Rundfahrt. Sie markierte den Übergang in die Vogesen und beinhaltete den 1.173 Meter hohen Ballon d’Alsace, eine Bergwertung der 1. Kategorie, die 30 Kilometer vor dem Ziel passiert wurde.
Nach einem schnellen Start mit einem Durchschnittstempo von 55,3 km/h in der ersten Stunde bildete sich eine große Ausreißergruppe. Insgesamt setzten sich fast 60 Fahrer ab, darunter Tom Pidcock, Michel Heßmann und John Degenkolb. Auch Sprinter Jasper Philipsen war Teil dieser Gruppe.
Beim Zwischensprint 68 Kilometer vor dem Ziel setzte sich Philipsen durch und sicherte sich 25 Punkte. Mads Pedersen holte sich weitere 20 Punkte. Damit rückte Philipsen in der Punktewertung auf den zweiten Platz vor.
Rund 16 Kilometer vor dem Ziel attackierte Schmid aus der Spitzengruppe. Nur Harold Tejada konnte dem Schweizer folgen. Das Duo arbeitete gut zusammen und konnte die Verfolger auf Distanz halten. Im Zielsprint erwies sich Schmid als der stärkere Fahrer.

Georg Zimmermann, der nach einem Sturz am Vortag mit acht Stichen am Kinn genäht werden musste, zeigte trotz seiner Blessuren großen Kampfgeist und versuchte, in die Fluchtgruppe zu gelangen. Sein Einsatz wurde jedoch nicht belohnt, da die erste Ausreißergruppe um Zimmermann vom Peloton eingeholt wurde.
Auswirkungen auf die Gesamtwertung
Tom Pidcock, der als Dritter ins Ziel kam, machte einen deutlichen Sprung in der Gesamtwertung. Er verbesserte sich von Platz zehn auf den vierten Rang. Das Hauptfeld mit dem Träger des Gelben Trikots, Tadej Pogacar, erreichte das Ziel erst 7:32 Minuten nach den Ausreißern.
Pidcock liegt nun 13 Sekunden hinter dem drittplatzierten Remco Evenepoel. Die deutsche Tour-Hoffnung Florian Lipowitz verlor einen Platz und ist nun Siebter. Lipowitz äußerte sich dazu, dass es für sein Team nicht optimal war, dass Pidcock in der Ausreißergruppe war, aber das Ergebnis dennoch akzeptabel sei.
Für Tadej Pogacar war es ein harter und schneller Tag, den er froh war, hinter sich zu haben. Er betonte, dass sein Team die Situation gut unter Kontrolle hatte und es von Vorteil war, dass Pidcock vorne war, da dies andere Teams zur Nachführung zwang.
Der Kampf um das Gelbe Trikot wird auf der 14. Etappe in den Vogesen fortgesetzt. Diese Etappe führt über 155,3 Kilometer von Mülhausen nach Le Markstein Fellering. Drei Bergwertungen der 1. Kategorie müssen auf diesem Teilstück bewältigt werden.

Die Strecke in den Vogesen wird voraussichtlich viele deutsche Fans anziehen, da die Tour an diesem Tag nahe der deutschen Grenze verläuft.
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Source: sportschau.de





