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Lipowitz nach Sturz operiert, Denk kritisiert Streckensicherung bei Tour de France

Lipowitz nach Sturz bereits operiert - Denk geht von Comeback "in diesem Jahr" aus

Sturz bei der Tour de France und die Folgen

Florian Lipowitz vom Team Red Bull – Bora – hansgrohe hat sich bei einem Sturz im Zeitfahren der 113. Tour de France einen Schlüsselbeinbruch zugezogen. Nach dem Vorfall wurde Lipowitz bereits operiert. Sein Teamchef Ralph Denk äußerte sich kritisch zur Streckensicherung des Veranstalters, die er als mangelhaft bezeichnete.

Denk betonte, dass an der Sicherung der Strecke gespart worden sei und dies mit relativ geringem Aufwand hätte verbessert werden können. Er hob hervor, dass das Ausscheiden von zwei Fahrern, Lipowitz und Jonas Vingegaard, die als Podiumskandidaten galten, nicht nur für die Teams, sondern auch für die Tour de France und den Sport insgesamt nachteilig sei.

Florian Lipowitz nach seinem Sturz auf der 16. Etappe der Tour de France
Florian Lipowitz nach seinem Sturz auf der 16. Etappe der Tour de FranceFoto: Tim de Waele / Getty Images Credit: spiegel.de

Der Teamchef aus Raubling verglich die Kurvensicherung mit dem „Niveau Dorfjugendrennen“. Er wiederholte jedoch auch seine Einschätzung, dass Lipowitz in der Kurve zu schnell unterwegs gewesen sei. Denk erklärte, dass Lipowitz mit sehr hoher Geschwindigkeit fuhr, wahrscheinlich zu schnell, und er keinen anderen Schuldigen sehe.

Diskussion um Streckenabsicherung

Trotz der hohen Geschwindigkeit von Lipowitz argumentierte Denk, dass eine professionellere Absicherung möglicherweise schlimmere Verletzungen hätte verhindern können. Er stellte die Frage, ob Lipowitz dieselbe Verletzung erlitten hätte, wenn der Gehsteig und die Polsterung nach dem Gehsteig besser gesichert gewesen wären, insbesondere warum die Polsterung nicht direkt an der Kante des Gehsteigs angebracht war. Dies sei definitiv intensiv zu diskutieren, so Denk.

Eine weitere Anregung von Denk war die Möglichkeit ausführlicherer Streckenbesichtigungen. Er meinte, dass mehr Trainingszeit auf dem Kurs zumindest nicht von Nachteil gewesen wäre. Er räumte jedoch ein, dass dies alles hypothetisch sei und man sich nun der aktuellen Situation stellen müsse.

Lipowitz‘ Leistung vor dem Sturz

Vor seinem Sturz zeigte Lipowitz im Zeitfahren eine vielversprechende Leistung. Bei der ersten Zwischenzeitnahme lag er auf dem fünftbesten Platz. Bei der dritten und letzten Zwischenzeit belegte er den vierten Platz, nur drei Sekunden hinter Mattias Skjelmose von Lidl – Trek. Er lag zudem sieben Sekunden vor Paul Seixas von Decathlon – CMA CGM und neun Sekunden vor Isaac Del Toro von UAE – Emirates – XRG, die seine direkten Konkurrenten um einen Podiumsplatz waren.

Kurz nach der dritten Zwischenzeit kam es zu dem Sturz, der das Ende seiner Tour de France bedeutete. Denk berichtete, dass sie bereits wieder Witze über Lipowitz‘ Abfahrtszeiten gemacht hätten, da diese gut und sogar schneller waren als die von Paul Seixas, der jünger und ambitionierter sei. Der Ausfall von Lipowitz wird als schwerer Schlag für ihn selbst und sein Team betrachtet, da er als Podiumsanwärter und wichtiger Helfer für Remco Evenepoel galt.

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Source: radsport-news.com