Evenepoel beeindruckt im Hochgebirge
Remco Evenepoel von Red-Bull-Bora-Hansgrohe hat auf der vorletzten Etappe der Tour de France seinen zweiten Gesamtrang gefestigt. Der Belgier bewies seine Fähigkeiten im Hochgebirge, insbesondere auf der Etappe über den Col du Galibier, dem höchsten Punkt dieser Tour mit 2642 Metern. Trotz früherer Kritik an seinen Leistungen in den Bergen zeigte Evenepoel eine starke Performance und konnte in der Favoritengruppe mithalten.
Sein Sportlicher Leiter Klaas Lodewyck hob die Konstanz des Zeitfahr-Weltmeisters hervor, während Teamchef Ralph Denk stolz auf die Entwicklung Evenepoels während des Rennens war. Evenepoel selbst äußerte sich über frühere Kritiken und verwies auf seine Erfolge, darunter einen dritten Platz vor zwei Jahren und den aktuellen zweiten Platz.
Auf der 20. Etappe, die nach Alpe d’Huez führte, belegte Evenepoel mit 26 Sekunden Rückstand den zweiten Platz. Tadej Pogacar, der bereits seinem fünften Gesamtsieg entgegenfährt, liegt vor der Schlussetappe 6:26 Minuten vor Evenepoel. Pogacars Teamkollege Isaac del Toro aus Mexiko ist Dritter mit 9:42 Minuten Rückstand.

Seixas und Carapaz mit bemerkenswerten Leistungen
Der Teenager Paul Seixas, der jüngste Teilnehmer seit 1937, zeigte auf seiner ersten dreiwöchigen Rundfahrt eine bemerkenswerte Leistung. Obwohl er am letzten Berg der Tour schwächelte, beeindruckte er auf den mythischen Pässen. Seixas, Kapitän von Décathlon, wollte das Podium erreichen und verlor schließlich 1:50 Minuten auf das UAE-Duo, wodurch der Abstand im Gesamtklassement auf 2:14 Minuten anwuchs.
Auf der Königsetappe, die über mehr als 5600 Höhenmeter führte, siegte der Ecuadorianer Richard Carapaz. Er sicherte sich nach mehreren Attacken in den Alpen das Bergtrikot. Carapaz war Teil einer Ausreißergruppe auf der 20. Etappe über den Col du Galibier nach Alpe d’Huez und konnte seine Führung ins Ziel bringen.
Carapaz, der in dieser Tour hart gekämpft hat, zeigte auf jeder der drei Alpenetappen Präsenz in der Spitzengruppe und wurde von seinem EF-Team unterstützt. Sein Erfolg in Alpe d’Huez ist ein weiterer Triumph in seiner Karriere.
Verkürzte Schlussetappe nach Paris
Die letzte Etappe der Tour de France am Sonntag nach Paris wird aufgrund schwerer Waldbrände um 44 Kilometer verkürzt. Das französische Innenministerium hat entschieden, einen Teil der für die Absicherung der Schlussetappe vorgesehenen Sicherheitskräfte abzuziehen, um die Einsatzkräfte in den betroffenen Regionen zu unterstützen. Die Strecke der 21. Etappe wird somit von ursprünglich geplanten 133 km auf 89 km reduziert.
Source: eurosport.de





