Der Transferpoker um den Offensivspieler Said El Mala (19) zwischen Borussia Dortmund und dem 1. FC Köln könnte in den kommenden Tagen eine Entscheidung finden. Die Vereine scheinen sich in den Verhandlungen anzunähern, obwohl bei einem wichtigen Detail noch Uneinigkeit besteht.
Borussia Dortmund bemüht sich weiterhin um die Verpflichtung des Spielers vom 1. FC Köln und soll sein Angebot deutlich verbessert haben. Nach vorliegenden Informationen möchte der BVB den Transfer möglichst bis zum Wochenende abschließen. Eine Einigung mit El Mala selbst soll bereits erzielt worden sein, sodass nun die Einigung zwischen den Vereinen im Vordergrund steht. Allerdings liegt in Köln bisher noch nichts Schriftliches vor.
Annäherung bei der Ablösesumme
Finanziell haben sich die beiden Klubs offenbar erheblich angenähert. Berichten zufolge steht eine feste Ablösesumme von 48 Millionen Euro im Raum. Zusätzlich könnten zwei Millionen Euro durch vergleichsweise leicht erreichbare Bonuszahlungen hinzukommen, sowie weitere erfolgsabhängige Zahlungen. Insgesamt könnte das Transferpaket somit auf bis zu 55 Millionen Euro anwachsen.
Trotz der Annäherung bei der Ablösesumme gibt es noch Klärungsbedarf bezüglich einer möglichen Weiterverkaufsbeteiligung. Der 1. FC Köln strebt an, zehn Prozent einer späteren Ablösesumme zu erhalten. Dortmund hingegen soll lediglich bereit sein, zehn Prozent eines möglichen Transfergewinns an den FC weiterzugeben.
Matthäus empfiehlt schnellen Abschluss
Der deutsche Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (65) hat sich in die Diskussion eingeschaltet und den Verantwortlichen von Borussia Dortmund eine klare Empfehlung ausgesprochen. In seiner Kolumne riet Matthäus den Dortmunder Verhandlungsführern Lars Ricken (50) und Ole Book (40), die Verpflichtung von El Mala konsequent voranzutreiben und die finanziellen Forderungen der Kölner zu erfüllen.
Matthäus sieht in El Mala, der als wohl zukünftiger deutscher Nationalspieler gilt, einen passenden Spieler für den BVB. Er betonte, dass der Spieler trotz einer hohen Ablösesumme einen attraktiven Wiederverkaufswert verspreche. Er bezeichnete El Mala als eine „hoch eingestufte Aktie, bei der man aber ziemlich sicher weiß, dass sie in Zukunft weiter steigen wird.“
Zudem ist Matthäus der Ansicht, dass Dortmund finanziell stark genug sei, um diesen Transfer zu stemmen. Er verwies darauf, dass der Verein durch die Abgänge von Adeyemi, Brandt und Süle Spielraum bei den Personalkosten geschaffen habe.
Der aktuelle Sport-Vorstand des 1. FC Köln, Thomas Kessler (40), hatte bisher alle Angebote der Dortmunder unterhalb einer Schmerzgrenze von 50 Millionen Euro abgelehnt. Nach Informationen plant der BVB, zeitnah ein aktualisiertes Angebot einzureichen, das die 50-Millionen-Grenze überschreiten soll. Bis Dienstagmittag war jedoch noch kein offizielles Angebot beim FC eingegangen, was auf verhärtete Verhandlungsfronten hindeutet.
El Mala erzielte in der vergangenen Saison 13 Treffer für den 1. FC Köln und bereitete fünf weitere Tore vor. Er war zudem ein ernstzunehmender Kandidat für den deutschen WM-Kader. Der Spieler hat seinen Wechselwunsch in Richtung Dortmund klar hinterlegt.
Die Verhandlungen dürften in dieser Woche an Dynamik gewinnen, wobei ein Gesamtpaket von 50 Millionen Euro mit realistischen Boni im Raum steht.
Source: bild.de




