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Aston Martin testet neuen Honda-Motor früher als erwartet auf dem Hungaroring

Aston Martin-Honda: Überraschung – neuer Motor früher im Test als geplant - SPEEDWEEK.com

Früherer Einsatz des Honda-Motors

Aston Martin hat den überarbeiteten Honda-Motor früher als ursprünglich geplant getestet. Der Motor, der eigentlich seine Premiere beim Großen Preis der Niederlande nach der Sommerpause in Zandvoort feiern sollte, kam bereits bei einem Filmtag auf dem Hungaroring zum Einsatz. Diese Testfahrten fanden nach dem Ungarn-Grand-Prix statt und wurden mit dem US-amerikanischen Reservisten Jak Crawford am Steuer durchgeführt.

Die Entscheidung, den Motor vorzeitig zu testen, deutet auf eine Intensivierung des Entwicklungsprogramms von Honda hin. Bei dem Filmtag wurden wichtige Daten gesammelt, die für die weitere Entwicklung und den Einsatz des Motors im Rennen von Bedeutung sind. Solche Filmtage sind im Sportlichen Reglement als Veranstaltungen definiert, die ausschließlich Marketing- oder Werbezwecken dienen, aber zunehmend von Teams genutzt werden, um technische Innovationen unter realen Bedingungen zu evaluieren.

Details zum Motoren-Upgrade

Der frühere Einsatz des Motors ist durch das sogenannte ADUO-System (Additional Development and Upgrade Opportunities) möglich. Dieses System soll Motorenherstellern, die einen Rückstand von mindestens zwei Prozent beim Verbrennungsmotor aufweisen, zusätzlichen Entwicklungsspielraum während der Saison gewähren. Im Fahrerlager wurde kolportiert, dass Honda mit der ersten Antriebseinheit einen Rückstand von sechs bis acht Prozent hatte.

Hondas Chefingenieur Shintaro Orihara hatte bereits im Juni angekündigt, dass man sich auf die Weiterentwicklung der Motorleistung über den Sommer konzentrieren werde, um die Verbrennung zu optimieren und Reibungsverluste zu reduzieren. Die italienische Webseite „it.motorsport.com“ berichtete, dass die ersten Eindrücke des überarbeiteten Motors positiv waren. Es wurden keine Vibrationen registriert, und die Spitzenleistung soll spürbar erhöht worden sein, wobei von bis zu 30 PS mehr die Rede ist.

Honda - Aston Martin - Formel 1 - 2026
Honda – Aston Martin – Formel 1 – 2026 Credit: auto-motor-und-sport.de

Für Aston Martin bot der Filmtag optimale Bedingungen, da das Grand-Prix-Wochenende nur wenige Tage zurücklag. Dies ermöglichte direkte Vergleichswerte zur alten Antriebseinheit. Das Team hatte bereits für das letzte Rennen vor der Sommerpause ein großes Chassis-Paket eingeführt, das die aerodynamische Leistung des AMR-26 deutlich verbesserte. Fernando Alonso erreichte mit dieser B-Version des Wagens die zweite Runde des Qualifyings, und im Rennen kamen beide grünen Autos vor Cadillac, Williams und Haas ins Ziel, was einen klaren Fortschritt zeigte.

Der Honda-Motor galt zuvor als das schwächste Triebwerk im Feld. Mit diesem Doppel-Upgrade, bestehend aus dem Chassis-Paket und dem verbesserten Motor, strebt Aston Martin eine deutliche Wende an. Trotz der potenziellen Leistungssteigerung von bis zu 30 PS wird erwartet, dass Aston Martin noch nicht um Siege kämpfen kann, aber Fernando Alonso und Lance Stroll könnten im Mittelfeld wieder regelmäßig um WM-Punkte mitfahren.

Vorbereitungen für Zandvoort

Der Filmtag diente als wichtige Vorbereitung für die Premiere der neuen Motorenspezifikation in Zandvoort. Hondas Trackside-Manager Shintaro Orihara bestätigte, dass das Team bei der Integration der Power Unit unterstützt wurde und entscheidende Daten gesammelt werden konnten, die für das nächste Rennen hilfreich sein werden. Die neue Spezifikation hatte zuvor alle Tests auf dem Prüfstand in Sakura bestanden, bevor sie erstmals auf der Strecke eingesetzt wurde.

Bei Filmtagen dürfen pro Kalenderjahr maximal 200 Kilometer auf speziellen Demo-Reifen absolviert werden. Diese Reifen haben andere Eigenschaften als die normalen Pirelli-Spezifikationen, und es geht bei diesen Fahrten nicht um Rundenzeiten, sondern um das Sammeln von Daten und die Evaluierung neuer Komponenten. Jak Crawford konnte im Cockpit die Auswirkungen des überarbeiteten Motors direkt erfahren und feststellen, ob die Vibrationsprobleme beseitigt wurden.

Obwohl Honda aufgrund des erwiesenen Rückstands von deutlich mehr als vier Prozent in dieser Saison im Rahmen der ADUO-Regeln sogar zweimal nachlegen dürfte, lassen die Japaner das zweite Zusatzupdate vorerst ungenutzt. Orihara begründete diese Entscheidung damit, dass man sich darauf fokussiert, einen vernünftigen Schritt im Sommer zu bringen. Die Erwartungen an das umfassende Update-Paket von Adrian Newey und die modifizierte Power Unit sind hoch, um Aston Martin weiter von den hinteren Plätzen der WM-Tabelle zu entfernen.

Source: speedweek.com