Patrice Aminati, 31 Jahre alt, kämpft unermüdlich gegen schwarzen Hautkrebs, während sie sich mit der erschreckenden Nachricht auseinandersetzen muss, dass neue Metastasen in mehreren Organen gestreut haben. Seit mehr als drei Jahren lebt sie mit dieser Diagnose und fordert mehr gesellschaftliche Akzeptanz für Krebspatienten.
Die Umstände sind herausfordernd. Aminati leidet nicht nur unter den körperlichen Schmerzen — sie hat von „unfassbaren Schmerzen“ gesprochen — sondern auch unter der gesellschaftlichen Stigmatisierung von Krebskranken. Ihre Erfahrungen sind ein eindringlicher Appell an die Gesellschaft, sich mit der Realität von Krebspatienten auseinanderzusetzen.
Das Problem ist weit verbreitet. Viele Menschen mit Krebs fühlen sich ausgegrenzt. Wie oft haben wir das Gefühl, dass diese Patienten nach einem kurzen Moment des Mitleids einfach aus der Öffentlichkeit verschwinden sollen? Diese Stigmatisierung ist etwas, das Aminati vehement kritisiert.
Patrice hat Glück im Unglück: Dank teurer Therapien wie der Immuntherapie lebt sie seit drei Jahren weiter. Dennoch bleibt ihr Schicksal ungewiss. Sie hat einen Leberfleck, der während ihrer Schwangerschaft größer wurde und schließlich als schwarzer Hautkrebs diagnostiziert wurde.
Aminati möchte ein Bewusstsein für die Wichtigkeit der Hautkrebsvorsorge schaffen. „Für mich kommt Vorsorge zu spät, ich bin Palliativpatient“, sagt sie. „Aber jedem, dem ich heute eine Stimme verschaffen kann, für die Vorsorge, ist das ein Riesengewinn.“
In der SWR-Talkshow „Nachtcafé“ sprach sie offen über ihre Rückkehr der Krankheit und die damit verbundenen Herausforderungen. Zudem hat sie in der ARD-Sendung „Hart aber fair“ für bessere Hautkrebsvorsorge plädiert und ihre persönlichen Erfahrungen geteilt.
Aminati lebt mittlerweile wieder bei ihren Eltern und findet Kraft durch ihre Tochter, die ihr im Alltag Halt gibt. „Es ist für mich unvorstellbar, dass ich meine Tochter nicht aufwachsen sehe“, äußerte sie emotional. Ihr Engagement zeigt, wie wichtig es ist, Krebspatienten eine Stimme zu geben und ihnen Sichtbarkeit zu verleihen.





