Die Kerosinpreise haben sich seit dem Iran-Krieg mehr als verdoppelt, was zu einem drohenden Mangel führen könnte. Diese Entwicklung betrifft insbesondere Fluggesellschaften und Flughäfen, wie den Flughafen Dortmund, wo bisher keine Verbindungen wegen Kerosinmangel gestrichen wurden.
Wizz Air hat bereits 70 Prozent seines Kerosinbedarfs für die nächsten sechs Monate zu einem Festpreis gesichert. SunExpress hingegen wird ab Mai einen Kerosinzuschlag einführen, was die Ticketpreise deutlich erhöhen könnte. Condor und Eurowings haben bislang keine Streichungen oder Preiserhöhungen angekündigt.
Die Blockade der Straße von Hormus unterbricht wichtige Lieferwege für Kerosin. Vor dem Konflikt flossen etwa 40 Prozent des für Europa bestimmten Kerosins über diese Route. Die Luftfahrtbranche sieht sich nun in direkter Konkurrenz zur Logistik um die begrenzten Treibstoffressourcen.
Engpässe bei der Treibstoffversorgung könnten bereits ab Juni auftreten. Dies wirft die Frage auf: Wie werden Reiseveranstalter und Fluggesellschaften mit dieser Krise umgehen? Die Antwort bleibt ungewiss, da die zukünftige Entwicklung der Kerosinversorgung schwer prognostizierbar ist.
Heinrich Großbongardt, ein Experte auf diesem Gebiet, warnt: „Die Gefahr einer Kerosinkrise ist real und sie wird so schnell nicht weggehen.“ Das verdeutlicht die Dringlichkeit der Situation und lässt auf mögliche weitreichende Folgen schließen.
Der Flughafen Dortmund bleibt vorerst unberührt von Streichungen, wie Carolin Rathmann bestätigt: „Der Flughafenbetrieb läuft derzeit regulär und ohne Einschränkungen.“ Dennoch bleibt die Unsicherheit über künftige Entwicklungen bestehen.
Die aktuellen Treibstoffpreise liegen bei 150 Dollar pro Barrel, was für viele unrentable Kurzstreckenflüge nicht mehr tragbar ist. In den kommenden Monaten könnte dies zu einem massiven Rückgang der Flüge führen, insbesondere für 20.000 Kurzstreckenflüge, die bis Oktober konzernweit wegfallen.
Das Gesamtbild ist besorgniserregend. Die Luftfahrtindustrie steht vor einer Herausforderung, die sowohl finanziell als auch logistisch erhebliche Auswirkungen haben könnte.





