Die Demos zum 1. Mai stehen im Zeichen eines wiederauflebenden Klassenkampfes, während der DGB um den Erhalt des 8-Stunden-Tages kämpft. In Berlin und Niedersachsen sind zahlreiche Demonstrationen angemeldet, die eine klare Botschaft senden wollen.
Unter den Highlights sind die DGB-Demonstration am Strausberger Platz, die um 11 Uhr beginnt und vor dem Roten Rathaus endet. Hier haben sich bereits 16.000 Teilnehmer angemeldet. Zudem startet die Fahrrademo ‚MyGruni‘ um 9:30 Uhr von der Max-Schmeling-Halle mit etwa 2000 Teilnehmenden.
Der Hintergrund dieser Mobilisierungen reicht bis ins Jahr 1886, als Arbeiter in den USA für den 8-Stunden-Tag streikten. Diese Tradition lebt heute weiter, besonders durch die Gewerkschaften, die sich verstärkt für Arbeitnehmerrechte einsetzen. Der DGB fordert, dass der 8-Stunden-Tag nicht nur erhalten bleibt, sondern auch gegen Versuche verteidigt wird, Arbeitszeiten zu verlängern.
Das Engagement ist stark: Olaf Lies wird als Redner bei der Hauptveranstaltung in Salzgitter erwartet. Der DGB hat klar Stellung bezogen: „Das machen wir nicht mit.“ Diese Worte verdeutlichen den Widerstand gegen Bestrebungen, die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern.
In Niedersachsen finden zahlreiche Kundgebungen statt. Ein weiteres Highlight ist die ‚Revolutionäre 1. Mai-Demo‘, die am Abend in Kreuzberg stattfinden wird. Hier wird ein anderer Ton angeschlagen: „Der Klassenkampf braucht Gegenwehr,“ sagt ein Aktivist aus dem antiautoritären Block.
Die Frage bleibt: Wie wird sich dieser Klassenkampf weiterentwickeln? Während viele auf eine Stärkung der Gewerkschaften hoffen, gibt es auch Stimmen, die eine Verschärfung der Auseinandersetzungen prognostizieren.
Am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, wird sich zeigen, wie groß die Solidarität unter den Arbeitnehmenden wirklich ist und welche politischen Impulse aus diesen Demonstrationen hervorgehen werden.





